Archivierter Artikel vom 14.02.2011, 15:24 Uhr
Koblenz

20 bis 30 Beben im Jahr sind in der Region stärker als 2,0

Die Region ist für Erdbeben besonders anfällig, weil hier eine Schwachstelle in der Erdkruste ist.

Global verschieben sich die Erdplatten minimal. Die afrikanische Platte bewegt sich nach Norden und drückt dabei Italien gegen die europäische Platte. Das wirkt sich auch auf die Region aus, denn dort befindet sich eine Schwachstelle in der Erdkruste.

Ein Riss zieht sich in Nord-Süd-Richtung vom Oberrheingraben bei Basel über das Mittelrheintal bis nach Rotterdam und durchzieht auch das Neuwieder Becken. „Dort ist die Erde etwas dünner und bewegt sich auseinander“, sagt Harald Ehses, Direktor des Landesamtes für Bergbau und Geologie.

Die Energie staut sich auf und entlädt sich dann als Erschütterung – und die Erde bebt. Rund 20 bis 30 Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 2,0 ereignen sich pro Jahr in Rheinland-Pfalz, schätzt Ehses.

Feine technische Instrumente, die empfindlichen Seismografen, zeichnen die Beben in acht Stationen des Landesamts auf. Allein vom Neuwieder Becken gehen jährlich bis zu zehn Beben aus.