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Meddersheim

Vital in die Zukunft: Ein Haus, in dem es wohltuend menschelt

Kurt Knaudt

Ein Markenzeichen des Vitalresorts Menschel in Meddersheim ist die persönliche, fast schon familiäre Atmosphäre. Familiär ging es auch am Mittwoch bei der Feier zum 90-jährigen Bestehen zu, bei der Festredner Franz Linser (Innsbruck) passend dazu meinte: „In diesem Haus menschelt es in jeder Hinsicht.“

Nach der Feier im Tennensaal gab's zum 90-jährige Bestehen des Vitalresorts Wein und Häppchen im einladenden Innenhof. Sängerin Ully Mathias und ihr Mann Alex aus Bad Sobernheim lieferten dazu die passende Begleitmusik.  Fotos: Kurt Knaudt
Nach der Feier im Tennensaal gab's zum 90-jährige Bestehen des Vitalresorts Wein und Häppchen im einladenden Innenhof. Sängerin Ully Mathias und ihr Mann Alex aus Bad Sobernheim lieferten dazu die passende Begleitmusik. Fotos: Kurt Knaudt
Foto: Kurt Knaudt

Der 56-Jährige, den Matthias Menschel als Vordenker für innovative Hotel- und Gesundheitskonzepte vorstellte, versteht Wellness als ganzheitliche Philosophie, bei der es darum geht, „dass Menschen sich in ihrer Haut wohlfühlen“. In diesem Sinne habe die Familie Menschel, bei der bereits die dritte Generation das Unternehmens führt, in den vergangenen 90 Jahren alles richtig gemacht. „Ihr wart eurer Zeit immer voraus“, lobte Linser.

Stillstand ist Rückschritt: Getreu diesem Grundsatz haben (von rechts) Günter und Monika Menschel, Matthias Menschel, Birgit Menschel und Gudrun Herzel das Vitalresort stetig aufgewertet und weiterentwickelt.
Stillstand ist Rückschritt: Getreu diesem Grundsatz haben (von rechts) Günter und Monika Menschel, Matthias Menschel, Birgit Menschel und Gudrun Herzel das Vitalresort stetig aufgewertet und weiterentwickelt.
Foto: Kurt Knaudt

Matthias Menschel ist mit seiner Frau Gudrun Herzel für die Medical Wellness, die Verknüpfung von Schulmedizin und Naturheilkunde, zuständig, während seine Schwester Birgit Menschel sich um das Hotelmanagement kümmert. Sie haben den rund 40 Mitarbeiter zählenden Betrieb von ihren Eltern Günter und Monika Menschel übernommen, die wertvolle Aufbauarbeit leisteten und noch im Hintergrund wirken. Keimzelle des Wellness-Resorts, das seit 2004 auch als Biohotel firmiert, ist der 1859 bis 1861 erbaute Englische Hof, in dem noch bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs englische Familien ihre Ferien verbrachten.

Der Meddersheimer Landwirt und Winzer Philipp Ebert, der das brach liegende Anwesen 1919 gekauft hatte, schenkte es 1925 seiner Tochter Johanna anlässlich der Hochzeit mit Alfons Menschel. Beide eröffneten 1928 nach drei Jahren Renovierung das „Felke-Jungborn Menschel“ mit Platz für rund 20 Gäste. Zum Vergleich: Wenn im Juli der Erweiterungsflügel im Haus Igelsberg eröffnet wird, verfügt das „Menschels“ über 50 Zimmer mit 78 Betten.

Alfons Menschel war, wie sein Enkel Matthias den knapp 80 Gästen berichtete, als Praxisarzt bei Pastor Emmanuel Felke ein begeisterter Anhänger der nach diesem benannten Therapie, in deren Mittelpunkt neben Luft, Licht und Wasser der Lehm als „heilende Erde“ steht. Inzwischen sind Bewegung, Entspannung und gesunde Ernährung weitere tragende Elemente. Rund 30 Prozent der Gäste kommen zum Heilfasten nach der Buchinger-Methode. In einer Zeit, in der sich viele nur noch getrieben fühlen, gilt mehr denn je ein von Matthias Menschel zitiertes Wort von Henry David Thoreau: „Der Mensch ist umso reicher, je mehr Dinge er lassen kann.“ Eigenverantwortung werde dabei in einer Gesellschaft, in der beispielsweise Fettleibigkeit sowie der Konsum von blutdrucksenkenden Mitteln und Antidepressiva rapide angestiegen sind, immer mehr zum Schlüsselwort. „Es gibt da viel Bedarf. Mit unserem Konzept sind wir dafür gut aufgestellt“, zeigte sich Matthias Menschel überzeugt. Auch Einsamkeit werde immer mehr zum Problem, ergänzte Franz Linser. „Viele sind durch das Internet miteinander verbunden und doch allein.“

Für viele Stammgäste ist das „Menschels“ als Oase mit seinen Wohlfühlangeboten, der 1200 Quadratmeter großen Wellnesslandschaft und dem 35.000 Quadratmeter großen Park wie eine zweite Heimat, weiß Matthias Menschel. Lothar Weinand, Vizepräsident des Dehoga Rheinland-Pfalz, bezeichnete das Vitalresort als Flaggschiff der Branche, auf das „wir Meddersheimer stolz sind“, wie Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth Schenk bekundete. „Wir können uns glücklich schätzen, einen solch qualitativ hochwertigen Leistungsträger zu haben“, pflichtete ihr Ralf Schneberger, Chef der Kur- und Tourist-Info in Bad Sobernheim, bei.

Von Kurt Knaudt

Klassik bei der Feier, "Ausstellung im Park" am Sonntag

Viel Beifall erhielten Gerhard Wöllstein, seine Frau Yuki Nagatsuka und ihre Tochter Maria Wöllstein, die die Feier mit klassischen Stücken, unter anderem von Dvorak und Brahms, umrahmten. Sie sind gefragt: Direkt nach ihrem Auftritt eilten sie weiter nach Mainz zum nächsten Gastspiel.

Künstlerisch geht es am Samstag, 16. Juni, im „Menschels“ weiter: Um 16.30 Uhr wird die „Ausstellung im Park“ mit Werken der Bad Kreuznacher Künstler Verónika Höft, Stefan Lützeler und Frank Leske eröffnet. Sie kann bis Sonntag, 5. August, täglich von 10 bis 19 Uhr besichtigt werden. kuk

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