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Meisenheim

Hat Meisenheim in Bad Kreuznach keine Lobby?

Der Vorsitzende der Meisenheimer FWG will Lehren aus der jüngsten Kreistagssitzung in Bad Kreuznach ziehen.

Meisenheims FWG-Chef Gerhard Heil.
Meisenheims FWG-Chef Gerhard Heil.
Foto: Klaus Dietrich

Gerhard Heil wünscht sich für die Kommunalwahlen im nächsten Jahr: „Die Menschen aus der Verbandsgemeinde Meisenheim sollen Kandidaten aus der eigenen VG in den Kreistag Bad Kreuznach wählen." Nur so könnten die Interessen der Glan-VG künftig am ehesten durchgesetzt werden.

In der Kreistagssitzung ging es unter anderem um das Sportstadion an der Carl-Hellermann-Straße und die Holzhackschnitzelanlage an der Bundesstraße 420 in Meisenheim. Während eine knappe Mehrheit im Kreistag für Ausgleichszahlungen an die Verbandsgemeinde Meisenheim bezüglich der Heizungsanlage stimmte, folgten die meisten Kreistagsmitglieder nicht dem Antrag von VG-Bürgermeister Alfons Schneider (CDU), sich rückwirkend an den Kosten für das von der Realschule plus mitgenutzte Sportstadion zu beteiligen.

Gerhard Heil ist sauer, „weil FDP, Grüne und ein Teil der CDU gegen die nachvollziehbaren Interessen der Verbandsgemeinde Meisenheim gestimmt" hätten. „Während FDP und Grüne voll dagegen waren, haben wir Glück, dass die FWG mit Peter Michel und Hildegard Krauß sowie die SPD mit Dietmar Kron wenigstens für einen Erfolg bei der Heizungsanlage sorgten, sonst wären wir wieder leer ausgegangen", so Heil.

Für die Verbandsgemeinde Meisenheim werde die Standortpolitik immer wichtiger. „Von Bad Kreuznach dürfen wir keine Unterstützung erwarten. Dass für das Richtfest der neuen Glantal-Klinik in Meisenheim der Landrat nur seinen Zweiten Beigeordneten vorbeigeschickt hat, ist symptomatisch", wettert der FWG-Chef. Heil bezeichnet dies als „einen Vorgeschmack für den Fall, dass wir mit Bad Sobernheim zwangsfusioniert würden. Dann wären wir sicher komplett abgeschrieben."

In Sobernheim investiere der Landkreis Hunderttausende Euro in eine neue Schulmensa, „und für die dem Kreis gehörende und von der Realschule plus genutzte Sportanlage in Meisenheim gibt es rückwirkend keine Ausgleichszahlungen. Ist das alles gerecht?", fragt sich Gerhard Heil. Er fügt hinzu: „Meisenheim hat keine Lobby in Bad Kreuznach. Dort ist immer wieder zu hören: ,Das interessiert uns nicht.'" Bei der nächsten Kommunalwahl sollten sich die Bürger aus der VG Meisenheim frühzeitig die Briefwahlunterlagen zuschicken lassen, um in Ruhe die heimischen Kandidaten auszusuchen. kd

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