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    Bad Sobernheim

    Emanuel-Felke-Gymnasium bei Programm "Schule ohne Rassismus"

    Der fremdenfeindliche Zwischenfall beim Besuch französischer Austauschschüler vor Monaten hat die Schüler des Emanuel-Felke-Gymnasiums ermutigt, sich an „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zu beteiligen.

    Närrischer Zug in Langenhahn
    Närrischer Zug in Langenhahn
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Die SV informierte beim Tag der offenen Tür im EFG an einem eigenen Stand über ihr Projekt. Rückblick: Mit Nazi-Parolen hatten Jugendliche der EFG-Mittelstufe im Juni französische Austauschschüler, die sich in der Felkestadt aufhielten, angepöbelt. Zu den Vorfällen kam es nach einer gemeinsamen Unterrichtsstunde von jungen Deutschen und Franzosen. Nicht nur, dass die Gäste beschimpft wurden, auch wurden sie mit Papierbällchen und Stiften beworfen. Daraufhin hatte EFG-Direktorin Marissa Wetzel-Schumann mit Elternbeirat und SV sofort Strafen beraten und umgesetzt.

    „Wir wollen zeigen, dass rechtsextreme Tendenzen wie damals an unserem Gymnasium nicht erwünscht sind", betonte Florian Ruegenberg und sprach dabei auch für seine engagierten Mitstreiter in der SV: Vincenzo Pace, Jasmin Remmel und Nele Flügel, Chantal Drießang und Kevin Fuhr. Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" wird von der Bundeskoordination in Berlin aufgelegt. Doch ohne Weiteres wird man nicht aufgenommen. Zuerst müssen sich mindestens 70 Prozent aller Schulangehörigen zu den Grundsätzen der Aktion bekennen. Damit sei man derzeit fleißig beschäftigt, bestätigte Ruegenberg, der optimistisch ist, genügend EFG-Angehörige zu finden, die sich gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus aussprechen.

    Damit nicht genug – jede Schule ist gefordert, einen prominenten Paten zu finden. Die EFG'ler schrieben zwischenzeitlich prominente Sportler, Comedians und Musiker an und hoffen nun, dass einer mitmacht. Nur Namen wollten sie noch nicht verraten. Sollte die EFG-SV die geforderten Kriterien erfüllen, verleiht die Bundeskoordination der Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" in einem Festakt. Diese Schulen sind dann Teil eines europäischen Netzwerks, das regelmäßige Schülertreffen auf Bundes- wie europäischer Ebene anbietet.

    Doch viel wichtiger als der Titel ist der Schülervertretung, dass durch „kontinuierliche Aufklärungsarbeit fremdenfeindliche Vorfälle nie wieder vorkommen". Schon bald soll es eine größere Versammlung geben, in der die Schülerschaft über Ziele und Ablauf informiert wird. Workshops und Projekttage und eine Zusammenarbeit mit kirchlichen Projekten gegen „Rechts" sollen die Schüler aufklären und davon abhalten, die dummen Parolen nachzubeten. „Es ist ein Projekt von unten, das aus den Reihen der Schüler kommt. Die Entwicklung der Aktionsideen und deren Umsetzung erfolgt in ihrer eigenen Initiative in Kooperation mit den Lehrkörpern", heißt es auf dem Infoblatt. Fachwissen solle somit nicht nur intellektuell vermittelt werden, sondern mit sozialer und praktischer Erfahrung verknüpft werden.

    Auch lernten die Schüler wichtige Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Werdegang und in der Rolle als mündige Bürger. Das Projekt ermögliche es ihnen, interkulturelle Kompetenzen, Demokratiebewusstsein und gesellschaftliches Teilhaben sowie selbstständiges Planen und Umsetzen von Projektideen und nicht zuletzt auch das Arbeiten im Team und innerhalb von Kooperationsnetzwerken. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" gibt es schon seit 1995 in Deutschland. Insgesamt wurden bereits rund 900 Schulen ausgezeichnet; davon gut 680 in Deutschland. Die Bundeskoordination legt Wert darauf, dass jede Schule einmal pro Jahr einen kurzen Bericht über ihre entsprechenden Aktivitäten abgibt. Martin Köhler 

    Weitere Informationen zu „Schule ohne Rassismus und mit Courage" unter www.schule-ohne-rassismus.org im Internet

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