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    Die Sprayer sind los: Kirner Parkdeck zum Abschied garniert

    Sprayer im Parkdeck! Eigentlich ist das für Kirner nichts Neues. Aber das Projekt, das Eberhard Grillparzer kurz vorm Abriss des Decks initiierte, ist doch etwas ganz Besonders. Zwölf Künstler und Kunsterzieher, die im Rahmen einer Fortbildung in Hennweiler (Landhaus Lang) neue kreative Methoden ausprobierten, verlegten ihr Atelier kurzerhand nach Kirn.

    Grillparzer, Kunstpädagoge und langjähriger Vorsitzender des BDK-Fachverbands, war freudig überrascht, als alle zwölf Kursteilnehmer mit ins Deck zogen, um Graffiti-Erfahrung zu sammeln.

    Grillparzer gehörte einst selbst zur Szene. Da musste es stets schnell gehen, war nicht lang Zeit für Details. So war auch im Parkdeck ein kleines Zeitfenster angesagt: Von 10 bis 15 Uhr sollte am Samstag alles fertig sein. „Länger darf man nicht brauchen“, sagt Grillparzer. Schade, dass das Deck morgen nicht zum Parken freigegeben wird, denn das hätte das Projekt aufgewertet. „Vielleicht könnte man trotzdem das ein oder andere Bild für einen guten Zweck versteigern“, schlägt der Initiator vor. Die Betonblocks werden erst auf dem Recyclinghof der Firma Köhler geschreddert.

    Harry Seibert war der Profi unter den Sprayern im Parkdeck. Einst war der Wiesbadener Komunikationsdesigner Schüler von Eberhard Grillparzer.
    Harry Seibert war der Profi unter den Sprayern im Parkdeck. Einst war der Wiesbadener Komunikationsdesigner Schüler von Eberhard Grillparzer.
    Foto: as

    Die Sprayer waren mir viel Spaß bei der Sache, unter ihnen war Harry Seifert (Wiesbaden), Kommunikationsdesigner und früherer Schüler Grillparzers. Wie sein Mentor plädiert er für die offizielle Freigabe potenzieller Graffiti-Flächen, auf denen unter Anleitung Kunst fabriziert und nicht einfach nur geschmiert wird. Sprayer-Potenzial gebe es in Kirn auf jeden Fall meint Harry.

    Julia Specht-Gräff aus Weinsheim, die an der Montessorischule Ingelheim unterrichtet und Dorothee Becker (Boppard) kreierten ein 3-D-Bild mit Krake, Qualle und Ananas an der Deck-Ausfahrt vom ersten Stock. Die Köhler-Bauarbeiter fanden's klasse, fotografierten fleißig. Spaß haben, experimentieren, etwas für den eigenen Unterricht mitnehmen: Das nahm sich auch Nicole Lawonn (Neustadt) vor, die am Ludwigshafener Max-Planck-Gymnasium unterrichtet und ihre Erfahrungen an die Schüler weitergeben will.

    Warum war das nicht immer so schön?
    Warum war das nicht immer so schön?

    Ein Heimspiel hatten Leonie Bender und Hannah Schmitt vom Kirner Gymnasium, die van Goghs „Sternennacht“ auf Beton sprayten. Schade, dass die Nacht in den nächsten Woche zu Ende ist. Dann fallen die Mauern. Mit dem vorgezogenen Abrisstermin wurde die Ausstellungszeit massiv verkürzt. Vielleicht findet man beim nächsten mal etwas standhaftere Wände zum Sprayen. Armin Seibert

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