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    Bad KreuznachBis 2018: Sparkasse investiert 23 Millionen

    Früher eher ein Kellerkind, entwickelte sich die Mittlere Mannheimer Straße in Bad Kreuznach immer mehr zu einer neuen Vorzeigeadresse. Erst recht, nachdem der neue Rewe-Markt auf dem Holzhäuserschen Gelände eröffnet wurde.

    Jetzt setzt die Sparkasse RheinNahe einen drauf, baut dort zwei neue repräsentative Gebäude: das Immobilienhaus (Volumen: mehr als 4,5 Millionen Euro mit Partnern) auf dem einstigen Diebold-Areal und wenige Meter weiter das neue Beratungszentrum (Volumen: 18 Millionen Euro ohne Partner).

    Bis Mai 2018 soll das Immobilienhaus fertig sein, bis Oktober 2018 das Beratungszentrum. Mit den Richtfesten rechnet Eckhard Hoseus, Bereichsleiter Organisation der Sparkasse, im Spätsommer. Keine Frage: Man habe sich bewusst für jenen Standort entschieden, sehe diesen Teil der Innenstadt als „oberen Wulst des Knochens“, verwendet Hoseus ein Bild des sogenannten „Knochenprinzips“. Den unteren Wulst siedelt er am Kornmarkt an, das grade Stück von Kreuzstraße bis Salinenstraße wertet er als Toplage: „1a“. Kreuznach liege bei den bundesdeutschen Städten dieser Größenordnung (um 50.000 Einwohner) mit seiner Kaufkraft in den Top Five, so Hoseus weiter.

    Zweiter Grund, sich an diese Stelle der Mittleren Mannheimer Straße zu engagieren, sei die schwierige Verkehrssituation rund um die Hauptstelle am Kornmarkt, hinter dessen künftiger Nutzung nach wie vor Fragezeichen stünden. Hoseus: „Wir mussten reagieren.“ Die Investitionsentscheidung wird auch von Externen bestätigt: Schon hoben Geschäftsleute den Finger, wollen Flächen im Erdgeschoss des neuen Beratungszentrums pachten. Die Liste der Interessenten sei lang, sagt Eckhard Hoseus, die heiße Phase der Gespräche laufe. Daher will er auch nicht mehr zu den Branchen sagen. Denkbar, aber nicht bestätigt: Textil und Einzelhandel. Im Immobilienhaus werden eines Tages 30 Leute arbeiten, im Beratungszentrum entstehen rund 120 Arbeitsplätze mit 50 bis 60 Parkplätzen im benachbarten Rewe-Gebäude.

    Nach diesen beiden Neubauten geht's an die nächste Immobilie in Toplage: die Mannheimer Straße 148. Verkaufen? Das kommt für die Sparkasse nicht infrage, nicht ein solches Filetstück. Abriss und Neubau stehen bis Ende 2020 auf dem Plan. Aktueller Stand: 10 bis 15 Millionen Euro werden hier investiert und kleinere Läden aller Branchen und Wohnungen entstehen.

    Von unserem Redakteur Stefan Munzlinger

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