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Bergen

Bergen: Asphaltarbeiten waren echte Herausforderung

Sebastian Schmitt

Die enge und kurvenreiche Kreisstraße 30 zwischen Bergen und Kirn wird diese Woche asphaltiert. Somit ist die Fertigstellung nun endlich in Sichtweite. 1400 Tonnen Asphalt auf 16.000 Quadratmetern Straße: für die Arbeiter auf der Baustelle zwischen Kirn und Bergen eine echte Herausforderung.

Am Mittwoch rückten auf der Kreisstraße zwischen Kirn und Bergen die Asphaltmaschinen an. Bald soll die Straße endlich fertig sein. Foto: Sebastian Schmitt
Am Mittwoch rückten auf der Kreisstraße zwischen Kirn und Bergen die Asphaltmaschinen an. Bald soll die Straße endlich fertig sein.
Foto: Sebastian Schmitt

Martin Schober, Polier auf der Baustelle der Kreisstraße 30, war sichtlich stolz auf das, was da am Mittwoch passierte. Die Asphaltierungsarbeiten waren am Morgen gestartet, bei einem Baustellenbesuch um die Mittagszeit waren bereits 300 Tonnen Asphalt verbaut worden. Möglich macht das ein moderner Asphaltfertiger, der in einem Arbeitsgang die komplette Fahrbahnbreite von 5,80 Metern bearbeitet, außer in den ausgeweiteten Kurvenbereichen wurde bei einer Fahrbahnbreite von bis zu acht Metern ein zweiter Fertiger eingesetzt. 14 Sattelschlepper versorgen das Ungetüm eines Niederwörresbacher Asphaltproduzenten ständig mit Nachschub. Alles ist so getaktet, dass der Asphaltfertiger ohne Pause arbeiten kann.

Hierfür sorgen eine gute Planung der Logistik, aber auch der vorausfahrende Asphaltbeschicker. Als Beschicker wird die Baumaschine bezeichnet, die zur unterbrechungsfreien Versorgung von Asphaltfertigern mit Asphaltmischgut dient. Zu diesem Zweck wurde der Beschicker zwischen Asphaltfertiger und Kipperfahrzeug angeordnet. Im Aufnahmebehälter wird das Mischgut zwischengepuffert und kontinuierlich über ein beheizbares Förderband an den Fertiger weitergegeben. Auf diese Weise wurde die Leistung des Asphaltfertigers optimiert, da ein kontinuierlicher Arbeitsprozess erreicht wird.

Martin Schober hat immer seinen Aufschrieb im Blick, auf dem er die Reihenfolge der anliefernden Sattelschlepper genau verfolgen kann. Er zeichnet jeden ankommenden Lkw ab, der 25 bis 28 Tonnen heißen Asphalt geladen hat. Man merkt den Fahrern schnell an, wer ein erfahrener Hase ist, denn die Sattelzüge mussten ab Bergen die 2800 Meter rückwärts in Richtung Kirn bis zum Fertiger fahren. „Wenn auf den Sattelschleppern die richtigen Fahrer sitzen, dann klappt dies auch, aber beeindruckender als unsere Anfahrt finde ich die Arbeit um den Asphaltfertiger, die Strecke fordert dem Team mit seinen Kurven und Neigungen alles ab“, berichtet Lkw-Fahrer Ewald Adams.

Die mehrere Zentimeter dicke Deckschicht sollte am Mittwoch auf 1400 der insgesamt 2800 Meter fertiggestellt werden. „Bis Freitag wird die gesamte Asphaltierung der Strecke samt den diversen Zufahrten, abgeschlossen sein“, berichtet Martin Schober. Die Felssicherungsmannschaft hat nach vier Monaten beeindruckende Arbeit geleistet. In den kommenden vier Wochen wird dann die Baustraße samt Behelfsbrücke über den Trübenbach zurückgebaut, die Leitplanken und die Fahrbahnmarkierungen werden installiert. Nach derzeitigem Stand ist die Freigabe für Anfang Juni vorgesehen. Für ursprünglich etwa 2,15 Millionen Euro werden die ramponierte Kreisstraße 30 (so heißt sie im Kreis Birkenfeld) und das etwa 800 Meter lange Teilstück Kreisstraße 6 (so lautet die Bezeichnung im Kreis Kreuznach) auf eine vernünftige mittlere Fahrbahnbreite von 5,50 Metern seit mehr als einem Jahr ausgebaut.

Durch die sehr intensiven Felssicherungsmaßnahmen, den hartnäckigen Fels und den Brückenbau, wird das Straßenbauprojekt jedoch deutlich teurer als ursprünglich geplant.

Von unserem Reporter
Sebastian Schmitt

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