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Bad Sobernheim

Barrierefreie Umgestaltung: Am Barfußpfad fallen die Robinien

Der Bauzaun entlang des Hundeplatzes ist gestellt, der alte Maschendrahtzaun abgebaut. Am Mittwochfrüh sind die Mitarbeiter des Bad Kreuznacher Gartenservicebetriebs Bechter angerückt, um neun Robinien und einige Fichten am Hömigweg vor dem Barfußpfad zu fällen. Ziel ist es, die barrierefreie Umgestaltung des Eingangs zum Barfußpfad bis Anfang April 2018 abzuschließen.

Doch schon bei der Einrichtung der Absperrung musste sich Bechter mit zahlreichen Spaziergängern und auch Radfahrern auseinandersetzen, die partout nicht einsehen wollten, warum der Radweg denn nicht passierbar sei. „Einige beschwerten sich, dass es keine ausreichende Beschilderung gebe, und ein Radfahrer bestand darauf, unbedingt weiterfahren zu müssen, weil er auf einen Termin müsste“, berichtete Bechter. Ständig darauf achten zu müssen, ob nicht von irgendeiner Seite jemand trotz der zusätzlichen Absperrzaunelemente und Trassierbänder in die Baustelle laufe, halte auf, erklärt er weiter.

Nachdem Bechter und seine Mitarbeiter am Morgen die Fichten hinter dem Toilettengebäude zum Hundeplatz gefällt hatten, wurden die Robinien mit einer Astschere für den Einschlag vorbereitet. Zusätzlich wurden die Bäume mit einem Seil und einer Umlenkrolle auf Spannung gesetzt. „Wir geben den Bäumen so die Richtung vor, in der sie fallen sollen“, erläuterte Bechter. Schließlich sollen das Toilettengebäude, die Anlagen des Nahegartens oder auch die Straßenlaternen nicht beschädigt werden. „Die Bäume sind dem Licht nach gewachsen, aber das ist nicht unbedingt die Richtung, in der wir sie fällen können“, erklärt er.

Einzig ein circa 80 Jahre alter Robinienbaum im Eingang zu Barfußpfad und Nahegarten wird nach Willen des Planers stehen bleiben. Man habe eigens ein zusätzliches Gutachten machen lassen, da der Baum durchaus Schäden aufweise und nicht klar gewesen sei, ob man ihn stehen lassen solle, schildert Renate Scheffold von der Kur- und Touristinformation. Vorerst würde der von einem Pilz befallene Baum nun abgesichert und dauerhaft kontrolliert. Schließlich können Robinien bis zu 100 Jahre alt werden. Scheffold hatte sich selbst einen Eindruck von den Arbeiten verschafft und auch festgestellt, dass Spaziergänger und Passanten die Sperrung des Hömigwegs und Naheradwegs bislang noch nicht in Gänze mitbekommen haben. „Der Hömigweg ist Bad Sobernheims Uferpromenade, man merkt es trotz des Wetters, wie stark er genutzt wird“, meint sie.

Das Holz der gefällten Bäume schnitten die Gartenbauexperten in kleine Stücke, die dann neben dem alten Sportheim zwischengelagert werden. Am Nachmittag konnten die Holzfäller ihre Arbeit abschließen. Im nächsten Schritt wird nun die Firma Spira in den nächsten Tagen mit den Erdarbeiten beginnen. Das Unternehmen aus Bad Kreuznach hat den Zuschlag für diesen Abschnitt des mit EU-Leadermitteln geförderten Projektes für 298.000 Euro erhalten. Insgesamt belaufen sich die Kosten voraussichtlich auf 351.000 Euro.

Von unserem Redakteur Sascha Saueressig

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