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    Achtung, giftig: Trauben sind für Hunde eine tödliche Gefahr

    Hundebesitzer sollten bei Spaziergängen in der Nähe von Weinbergen unbedingt darauf achten, dass ihre Vierbeiner unterwegs keine Trauben fressen. Denn diese könnten für die Tiere im schlimmsten Fall tödlich sein.

    Nikita tut nur so, als würde er sich für Trauben interessieren. Das Tier ist viel zu klug und hat es vielmehr auf die Leckerchen seines Herrchens abgesehen, das rechts hinter dem Weinstock steht.
    Nikita tut nur so, als würde er sich für Trauben interessieren. Das Tier ist viel zu klug und hat es vielmehr auf die Leckerchen seines Herrchens abgesehen, das rechts hinter dem Weinstock steht.
    Foto: Josef Nürnberg

    Von unserer Redakteurin Denis Bergfeld

    Veterinäre warnen Hundebesitzer deshalb, besonders jetzt, während der Weinlese, vorsichtig zu sein.

    Pro Jahr landen rund fünf bis zehn solcher Vergiftungsfälle allein in der Tierklinik in Bretzenheim an der Nahe. Deren Leiter Dr. Frank Höhner bestätigt: „Diese Tiere sind wirklich sehr, sehr krank.“ Sie leiden an Erbrechen, Bauchkrämpfen und Durchfall bis hin zu Apathie. Im schlimmsten Fall droht ein Nierenversagen. Dass ein Hund tatsächlich an einer Traubenvergiftung stirbt, ist zwar selten der Fall. „Die meisten können wir retten“, sagt Dr. Höhner. Aber es gibt kein Gegengift, und die Hunde leiden. „Wir können nur symptomatisch arbeiten, Flüssigkeit auffüllen und Medikamente geben, um das Erbrechen zu reduzieren“, sagt Dr. Höhner. Auch nach der Lese ist noch Vorsicht bei Spaziergängen angesagt. Denn zu Düngezwecken bringen Weinbauern die Traubenreste nach dem Auspressen (Trester) wieder in die Weinberge aus. „Ganz besonders schlimm ist es, wenn die Hunde diese vergorenen Trauben fressen“, betont der Klinikleiter.

    Wie Trauben genau die Vergiftungserscheinungen bei Hunden auslösen, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Auch reagieren nicht alle Hunde auf Weintrauben und Trester gleich. „Ganz besonders entscheidend ist das Verhältnis von Dosis und Körpergewicht“, sagt Dr. Höhner. Bei einem 30-Kilo-Hund werde wahrscheinlich nicht viel passieren, wenn dieser eine Handvoll Trauben frisst. Wohingegen kleinere Hunde wie etwa Yorkshire Terrier besonders anfällig sind. Bei ihnen reicht oft schon eine Handvoll Trauben aus, um ernsthaft krank zu werden.

    Was für die Weinberge gilt, sollte übrigens auch daheim beherzigt werden: keine Trauben als Leckerei zu fressen geben. Selbst wenn die Vierbeiner diese mögen. Auch Rosinen können für Hunde giftig sein. Schon zehn Gramm Trauben pro Kilogramm Körpermasse genügen, um Vergiftungssymptome auszulösen. Bei Rosinen sind es sogar nur 2,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht.Denise Bergfeld

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