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    Folge 153: Mei Freund Guxuan – vom Lächeln unn vom Wunder der Freundschaft

    Üwwer de Bank der Freundschaft immeim Vorgarte hängt e Brett, in dem ich middem Lötkolbe ingebrennt honn: „Beim Aufzählen der Weltwunder wurde die Freundschaft unter den Menschen vergessen.“ Wie ich den Satz im Kloschter Himmerod von de Autorin Mirijam Günter gehört honn, hott er sich in mei Gedächtnis ingebrennt. Unn doch muss ich staune, wenn zwä, die sich bisher fremd ware, ins Gespräch komme unn es erschte Mol midenanner lächele. Es erschte Lächeln is entscheidend. Dodurch ännert sich alles.

    Mei Freund Guxuan mit seiner Lieblingsblume.
    Mei Freund Guxuan mit seiner Lieblingsblume.

    Beim Guxuan unn mir war das so: Nodem ich stunnelang am Computer gesesse unn geschribb hat, muscht ich an die Luft, e Runde ums Carré gehn. Weil ich in de Friedhofsallee wohn, heißt das üwwer de Friedhof, mei bunter Blumepark seit Kinnertage. Midddem Guxuan seiner Mutter hatt ich mich vorm Haus schonn öftersch unnerhall. Ämol, wie er bei ihr war, hatt ich en nach seim Name gefragt. „Guxuan“ war für mich so schwer zu merke wie für ihn „Gerhard“.

    Bei meiner Runde kommt er mir entgeje, guckt mich an unn fret: „Kennst du den Leon?“ „Ja“, sag ich, „den kenn ich. Und kennst du den Josef?“ Er nickt: „Na klar, den Bruder von Jakob“. „Genau“, sag ich, „und die Oma vom Jakob und Josef is mei Schwester.“ Unn schonn hatte mir mit unsere Boote angedockt im Hafen der Gemeinsamkeite.

    „Wie alt bist du?“, frag ich. Er set: „Neun, und ich gehe in die zweite Klasse. Eigentlich könnte ich auch in die dritte Klasse gehen. Ich bin nämlich schon in China in die zweite Klasse gegangen. Und wie alt bist du?“ „Ich bin 63“, sag ich. „Ach so“, meint er unn ich merk, dass er nit wirklich was mit der Zahl anfange kann. So helf ich em: „Ich bin sieben Mal so alt wie du: 7 Guxuans = 1 Gerhard.“

    Er muss üwwer die Gleichung lache und set: „Kommst du mit? Ich will dir meine Blume zeigen.“ „Gern“, sag ich unn geh die paar Schritt mit bis zu seiner Wohnung. Er klingelt und wie sei Mutter Pauline Yu die Tür uffmacht, schluppt er schwupp-diwupp an ihr vorbei und kommt mit seiner Blume zurück, um se mir zu zeije.

    Ich bin ganz schön stolz, dass mir mei neuer Freund Guxuan sei Blume zeit. Es is die schönschte Blume der Welt.

    Alla dann
    Ihr Gerhard Engbarth

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