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    Hövels

    Zwei ausgebüxte Kälber von Bahn erfasst und getötet

    Zwei Kälber sind auf der Bahnstrecke von Wissen nach Betzdorf von Zügen erfasst und getötet worden. Zwei weitere Tiere waren am Freitag noch auf der Flucht, eines konnte eingefangen werden.

    Fünf Kälber sind unweit der Siegstrecke und der B62 ausgerissen. Zwei wurden von Zügen erfasst.  Symbolfoto: <a href="https://www.flickr.com/photos/pseudoplacebo/2787971619" target="_blank">Pseudoplacebo/Flickr</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-SA 2.0</a>
    Fünf Kälber sind unweit der Siegstrecke und der B62 ausgerissen. Zwei wurden von Zügen erfasst.  Symbol
    Foto: Pseudoplacebo/Flickr CC BY-SA 2.0

    Von unserem Redakteur Elmar Hering

    Die Jungtiere waren am Donnerstagnachmittag zusammen mit drei weiteren Kälbern von einem Bauernhof in Hövels ausgebüxt. Nach dem ersten Zusammenstoß blieb die Bahnstrecke für rund zweieinhalb Stunden gesperrt. Wie die Polizei Wissen bestätigt, war eines der Kälber im Bahntunnel nahe Mittelhof-Kleehahn überfahren worden. Der Regionalexpress (RE 9) hatte das Tier erfasst. Menschen kamen nicht zu Schaden. An dem Triebfahrzeug entstand lediglich geringer Schaden - wie die RZ erfuhr, war die Leiter am Einstieg zum Führerstand ein wenig ramponiert.

    Die fünf Jungrinder waren am Donnerstag gegen 15 Uhr aus einem landwirtschaftlichen Anwesen entlaufen. Die Tiere wurden anschließend wechselweise auf den Gleisen der Zugstrecke sowie auf der nahe gelegenen Bundesstraße 62 gesichtet. Ob und wie die Kälber die Sieg überquert haben, dazu machte die Polizei keine Angaben. Autofahrer wurden auf jeden Fall zur Vorsicht aufgerufen, besonders im Abschnitt zwischen Hövels und Wallmenroth. Allerdings, so die Polizei Wissen, meldeten sich keine Verkehrsteilnehmer, die von gefährlichen Begegnungen der tierischen Art berichteten.

    Anders auf den Gleisen der Bahnstrecke. Dort verendete ein zweites Kalb nach einem Zusammenstoß mit einem Zug.

    Ein dritter Ausreißer konnte am Freitag eingefangen werden. Die restlichen beiden Tiere waren da noch auf der Flucht. Weder dem Landwirt noch Polizeibeamten aus Wissen und Betzdorf gelang es, der Tiere habhaft zu werden. "Das ist auch gar nicht so einfach", erklärt ein bäuerlicher Berufskollege. Junge Kälber, die erstmals den Stall verlassen, seien sehr nervös und "scheu wie Rehe". Elektrozäune seien ihnen unbekannt und deshalb kein Hindernis. Um die Jungtiere einzufangen, empfehle sich der Versuch, die Muttertiere mit einem Treibwagen an den betreffenden Ort zu bringen und zu hoffen, dass die Kälber durch deren Brüllen angelockt würden.

    Laut Andreas Steckenstein, Ortsbürgermeister von Hövels und selbst Triebfahrzeugführer bei der Bahn, kommt es nur selten vor, dass Weidetiere plötzlich auf den Gleisen auftauchen. Weitaus häufiger seien hingegen Kontakte mit Wildtieren, etwa Rehen oder Wildschweinen.

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