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    Whitehall Mystery bringen das Publikum zum Rasen

    Einen peppigen Auftakt legte die noch relativ unbekannte Band Rising Sun beim "Mühlenrock" im Jugendzentrum am Samstag an den Tag, zu dem rund 200 Musikfans kamen.

    Präsentierten sich beim Mühlenrock in absoluter Topform: Whitehall Mystery (Sänger Hans Schwarz). 
Foto: Marina Thomas
    Präsentierten sich beim Mühlenrock in absoluter Topform: Whitehall Mystery (Sänger Hans Schwarz).
    Foto: Marina Thomas

    Bad Kreuznach - Einen peppigen Auftakt legte die noch relativ unbekannte Band Rising Sun beim "Mühlenrock" im Jugendzentrum am Samstag an den Tag, zu dem rund 200 Musikfans kamen. Die fünf Jungs aus Bad Kreuznach und Langenlonsheim coverten Songs der Siebziger und Achtziger und überzeugten vor allem mit dem 68er-Hit "Born to be wild" von Steppenwolf. Daniel, Niclas, Marek, Max, Merlin sind Newcomer: Im September hatten sie ihren ersten Auftritt. Mit dem Gig in der Mühle haben sie sich jetzt in Bad Kreuznach einen Namen gemacht.

    Im Vergleich zu Rising Sun sind Flabby Cheeks alte Hasen. Doch diesmal gelang es den Jungs nicht, ihr Publikum mitzureißen. Peter Zimmer (Gesang und Gitarre) bemühte sich vergeblich, die munter plappernde Menge zu übertönen. Beim Titel "Jazz" glänzte Simon Natschke am Bass, und die Band schien in Fahrt zu kommen. Wenn Peter, Simon und Jonathan (Schlagzeug) mal Stimmung machten, stieg das Publikum auch ein. Leider hielt die Stimmung nicht. Von Auftritten im Pub, im "Dudelsack" und auf der Kauzenburg weiß man, dass Flabby Cheeks mehr können, als sie am Samstag gezeigt haben.

    Der Hammer des Abends waren Whitehall Mystery. Kaum jemand kannte die Band aus Idar-Oberstein. Nur wenige Jugendliche trugen Fan-T-Shirts. Ein Logo und professionelle Fotos auf Facebook hätten sie auch, munkelten andere. "Metal- und Trancecore" verriet der Flyer. Nicht unbedingt die typische Musik für Mühlenrock.

    Doch schon mit den ersten Tönen hatten Whitehall Mystery die Leute in ihren Bann gezogen. Sänger Hans Schwarz ist der geborene Entertainer und gab stimmlich alles. Er erreichte unglaubliche Höhen und vor allem Tiefen und brachte dabei Geräusche hervor, die an vieles, nur nicht an eine menschliche Stimme erinnerten.

    Sofort bildeten sich Moshpits, sogenannte Pogokreise, und die Leute hüpften, schubsten und tanzten, als ob ihr Leben davon abhinge. "Wall of Death", grölte das Publikum plötzlich, und zwei Fronten bildeten sich, die aufeinander zu rannten. Das gehört sich wohl so, wenn man Metal hört. Das Publikum hatte jedenfalls Spaß und die sechsköpfige Band auch. Von Anfang bis Ende gaben Greg, Alex, Patrick, Hans, Nikolai und Max hundert Prozent.

    Man merkt es ihnen nicht an: Die sechs Musiker zwischen 16 und 22 Jahren spielen erst seit Anfang des Jahres zusammen. Im Januar wollen Whitehall Mystery erstmals ins Studio.

    Als letzte Band spielte "Alles im grünen Bereich" (AIGB). Nach Whitehall Mystery war das Publikum total geladen und hatte eigentlich kein Ohr mehr für die grünen Texte von AIGB. Außerdem machten technische Startschwierigkeiten der Band zu schaffen. All das war aber spätestens bei "Autobahn" wieder vergessen. AIGB brachten die coolsten Rhythmen, die besten Texte und stellten mit Jonathan Kessler (hier Gitarre und Gesang) die vielseitigste Stimme. Für AIGB war der Auftritt ein Heimspiel. Um den Publikumsliebling "Grüne Brille" mitzurappen, kam Marvin Jung sogar auf die Bühne und schnappte sich ein Mikro. "Alles im grünen Bereich" waren gewohnt gut, und wem die Band gefallen hat, der kann sie am Samstag, 5. November, wieder in der Mühle sehen.

                                                                           Von unserer Mitarbeiterin Marina Thomas

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