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Nauort

Wandertipp: Herbstliche Tour im Westerwald

Mitten in Nauort parken wir auf dem großen Platz an der Katharinenstraße. Geführt von den RB1-Schildern (weiß auf rotem Grund), laufen wir hinauf zur Hauptstraße, der wir nach rechts bis zum Ortsende folgen. Dort führt ein Fußweg parallel zur L 306 durch die offene Landschaft.

Entlang der Route zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite.
Entlang der Route zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite.
Foto: Ideemedia

Als die Straße nach links biegt, endet der Fußweg, und wir wechseln rechts auf eine kleine Straße. Wir überschreiten eine Kuppe und gelangen nach 1,8 Kilometern zu einer Kreuzung: Hier verläuft RB1 geradeaus. Wem die gesamte Strecke zu lang ist, der kann hier rechts abbiegen und trifft etwa 300 Meter später wieder auf die Hauptstrecke des RB1.

Wer diese Abkürzung nutzt, wird am Ende statt 13 Kilometer nur etwa 9,6 Kilometer absolviert haben und auch einige Höhenmeter sparen. Allerdings verpasst man den Abstecher zur Burg Grenzau. Wir wollen die ganze Runde absolvieren und wandern geradeaus. Bald öffnet sich der Wald, und wenig später biegt der Brexbachschluchtweg links ab.

Wir wandern geradeaus und passieren erste Weiden. Dann biegt der RB1 links auf einen Grasweg ab, und es geht leicht bergan. Als wir auf eine querende Straße stoßen, ergibt sich ein schöner Ausblick nach Alsbach.

Ein Abstecher ins Mittelalter

Wir biegen rechts ab und wandern auf der Straße abwärts. Als sich die Straße an einem Wäldchen gabelt, halten wir uns links und wandern talwärts. In einer engen Kurve dürfen wir dann geradeaus in den Wald laufen. Dort lockt die Burg Grenzau zu einem Abstecher ins Mittelalter. Die Burg selbst ist nur an Wochenenden zwischen 11 und 13 Uhr zugängig (April bis Ende Oktober), aber auch von außen beeindrucken die mächtigen Mauern.

Wir folgen der Markierung und dem mittlerweile wieder begleitenden Brexbachschluchtweg in den Wald. Nach 4,3 Kilometern erreichen wir die Kreuzung am Kaiserstuhl. Hier lohnt es sich, einen Abstecher zur Bank auf der Felsenklippe zu unternehmen. Weitab jeglicher Zivilisation ist dort ein ungestörter Genuss der herrlichen Waldumgebung garantiert.

Der Brexbachschluchtweg stürzt sich an dieser Stelle auf steilem Pfad ins Tal, wir bleiben dem RB1 treu und wandern mit leichtem Gefälle durch den Wald. Erst als der Weg eine deutliche Kurve nach rechts macht, endet der Naturgenuss: Nun laufen wir auf breitem Forstweg durch ein von der Holzwirtschaft geprägtes Areal bergan. Schritt für Schritt erobern wir das Tal des Felsgrabens und treffen an der Einmündung der Abkürzungsstrecke ein. Wir queren das Tal und wandern durch den gerodeten Hang zurück in Richtung Brexbachtal.

Plätschernd grüßt der Bach

Den Talgrund erreichen wir nach 8,3 Kilometern, wo wir gleich unter einem der Viadukte hindurchlaufen. Munter plätschernd, begrüßt uns der Bach, dem wir nach rechts zur nächsten Brücke folgen, wo der Brex-Wanderweg zu uns stößt. Würzig duftende Douglasien säumen kurzzeitig den Weg, der uns zu einem gähnenden Tunnelmund bringt. Wir umrunden gemeinsam mit dem Brexbach den Berg, und bald gesellt sich auch die Bahn wieder zu uns.

Nach 10,3 Kilometern queren wir die Gleise und treffen wenig später an einer Waldkreuzung ein. Hier verabschiedet sich der Brexbachschluchtweg, dafür bekommen wir vom Geo-Wanderweg Gesellschaft. Wir halten uns links und wandern nahe an den Gleisen. Begleitet vom Traumpfad Saynsteig, widmen wir uns nun dem moderaten Anstieg.

Auf weichem Waldweg gewinnen wir entlang des „Nauorter Floßes“ an Höhe. Schließlich nutzen wir die nahe Brücke über den Bach, um dann dem asphaltierten Weg kurz bergan zu folgen. Nach 11,7 Kilometern schickt uns die Markierung neben einem alten Steinbruch scharf rechts auf einen steilen Pfad. Der erklimmt im luftigen Nadelwald rasch die Höhe und mündet unweit einer Kreuzung auf einen Forstweg. Wir wandern links bergan, passieren einige Bänke und treffen schließlich an der Nauorter Grillhütte ein.

Zum nahen Ortsrand von Nauort wandern wir geradeaus. Über die Gartenstraße gelangen wir zum Oundle Park, den wir per Fußweg queren. Nach 13 Kilometern schließt sich an der Katharinenstraße der Kreis unserer abwechslungsreichen Rundtour.

Buchtipp: Ulrike Poller, Wolfgang Todt, „Wandergenuss Rhein/Westerwald“, ideemedia Verlag, 11,95 Euro, www.ideemediashop.de

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