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    Andernach

    Streifzug durch die Welt der Oper in Andernach

    Auf einen ausgedehnten Streifzug durch die Welt der Oper ließen sich viele Freunde in der Mittelrheinhalle gerne mitnehmen. Solisten und Chor der Staatsoper aus der ukrainischen Metropole Kharkov verzauberten das Publikum mit glanzvollen Stimmen und beeindruckenden Spielszenen.

    Solisten, Chor und Orchester der Staatsoper aus der ukrainischen  Metropole Kharkov gaben bei der Operngala eine überzeugende Leistung ab.
    Solisten, Chor und Orchester der Staatsoper aus der ukrainischen Metropole Kharkov gaben bei der Operngala eine überzeugende Leistung ab.
    Foto: Walz

    Andernach. Auf einen ausgedehnten Streifzug durch die Welt der Oper ließen sich viele Freunde in der Mittelrheinhalle gerne mitnehmen. Solisten und Chor der Staatsoper aus der ukrainischen Metropole Kharkov verzauberten das Publikum mit glanzvollen Stimmen und beeindruckenden Spielszenen.

    Eine Operngala, auch wenn sie im Untertitel „Sterne der Oper“ verspricht, ist zwangsläufig stets eine beliebige Auswahl aus einem schier unerschöpflichen Repertoire.

    Von Giuseppe Verdi erklang neben der Ouvertüre zu „Nabucco“ und dem obligatorischen Chor der Gefangenen die von Jurij Kudriatsev (Bass) in einem wahren „Brustton der Überzeugung“ vorgetragene Cavatine des Zaccaria. Außerdem aus „Aida“ das von Lilia Kutishcheva mit ausufernder, von Kristina Korol mit verhaltener Leidenschaft ausgestattete Duett der Rivalinnen Amneris und Aida und zum Finale eine mitreißende Chorszene, die als Zugabe auch wiederholt wurde.

    An Giacomo Rossini erinnerten Alla Mishakova (als Mimi beziehungsweise Floria Tosca), Olexij Srebnitskij (Rodolfo) und Mykola Koval (Scarpia) in zwei dramatischen Duetten aus „La Bohème“ und „Tosca“.

    Auch Wolfgang Amadeus Mozart war im Programm zweimal vertreten, kam aber nur einmal „zu Wort“, nämlich mit der von Oleksandr Lapin mit Verve absolvierten „Champagnerarie“ aus „Don Giovanni“, der bei weitem kürzesten, doch nicht minder eindrucksvollen Darbietung.

    Das zweite Stück von Mozart war alleinige Domäne des Orchesters, das schon deshalb besondere Erwähnung verdient, weil bei ähnlichen Anlässen das Publikum mit Tonkonserven anstatt Livemusik vorliebnehmen muss. Davon abgesehen, präsentierte sich das ausgewogen besetzte Ensemble unter Leitung von Vitali Kutsenko als homogener Klangkörper.

    Dass nach der Pause der Vorhang sich nicht mehr öffnen ließ, sodass die sparsame, nur im Spiel des Lichts sich verändernde Kulisse ihre Wirkung nicht mehr entfalten konnte, tat dem Gesang überhaupt keinen und dem Spiel nur wenig Abbruch. Für den kunstvollen Gesang derart voluminöser Stimmen bedankte sich das Andernacher Publikum mit lange anhaltendem Applaus.

    Norbert Jahn

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