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    Metal und Hip-Hop lassen das Fort beben

    Vor der ehrwürdigen Kulisse des Koblenzer Fort Konstantin hat das Festival „Fort Rock“ das Licht der Welt erblickt. Drei Jugendliche hatten die Idee für das zweitägige Open-Air-Konzert, bei dem sich Metalbands und Rapper die Klinke in die Hand gaben.

    Koblenz - Vor der ehrwürdigen Kulisse des Koblenzer Fort Konstantin hat das Festival „Fort Rock“ das Licht der Welt erblickt. Drei Jugendliche hatten die Idee für das zweitägige Open-Air-Konzert, bei dem sich Metalbands und Rapper die Klinke in die Hand gaben.

    Es ist schon bemerkenswert, wie problemlos es in Koblenz ist, ein eigenes Musikfestival auf die Beine zu stellen. Die drei Jugendlichen Nava Zarabian, Henry Apiha und Steffi Hammes tragen die Idee eines Musikevents beim Koblenzer Jugendforum vor, und schon schaltet sich das Jugendamt ein und macht das Festival möglich. Die Musikerinitiative Music Live, das Full Metal Fortress Festival, die Koblenz Touristik und zahlreiche Sponsoren sind auch sofort zur Unterstützung bereit, und so dürfen drei Heranwachsende sich einmal ein wenig so fühlen wie der große Marek Lieberberg und ein eigenes Festival planen.

    Mit dem Fort Konstantin wird anschließend ein genialer, nostalgischer Austragungsort gewählt, von dem man eine traumhafte Aussicht auf die Innenstadt und die Festung Ehrenbreitstein hat. Obwohl die Aussicht und das gleichwohl traumhafte Wetter am ersten Tag schon den mit 5 Euro pro Tag sehr günstigen Eintritt wert waren, standen dann doch die Musiker im Vordergrund.

    Mit den Lokalmatadoren Six Reasons To Kill, Myra aus Leipzig, den Berlinern Final Prayer und Arkangel aus Belgien war ein beachtlich hochkarätiges Line-Up am Start. Alle Formationen kamen aus der Hardcore-Szene und zogen rund 500 Zuschauer auf die Karthause.

    Der zweite Festivaltag konnte gegensätzlicher kaum sein: Alle Bereiche des Hip-Hop wurden bedient, es regnete, und im Vergleich zum Vortag kamen doch ziemlich wenig Besucher. Auf der Bühne rappten KnG & RaptoXXX, JB 2005, die Koblenz City Rockaz und die auch international bekannten Franky Kubrick, Caput und Jeyz. Wenn man den ausgebliebenen Besucheransturm am zweiten Tag einmal auf das miese Wetter schiebt, kann man jedoch trotzdem von einem sehr gelungenen, facettenreichen Musikfestival sprechen, auf das man sich auch im nächsten Jahr freuen kann.

    Eine der drei jungen Initiatoren, Nava Zarabian, zog ein begeistertes Fazit. „Wir wollten mit Fort Rock zeigen, dass Koblenz jugendlich sein kann und die Musikrichtungen Metal und Hip-Hop auch mal Freunde sein können.“ „Freunde“ war generell ein gut charakterisierender Begriff für die Veranstalter des Festivals. So viele Organisationen, Hand in Hand für ein Musikfestival für Jugendliche, ist nicht die Regel. Umso schöner, dass das „Fort Rock“ den Beweis liefert, dass die Konstellation funktioniert.

    Patrick Bales

     

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