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Kommentar: Ressortgrenzen sind überholt

Das vorweg: Die Verkaufspleite am Flughafen Hahn wird die Ampelregierung noch lange Kraft kosten. Trotzdem erstaunt es, wie gut dieses unterschiedliche und gegensätzliche Bündnis funktioniert. Die Spitzen von SPD, FDP und Grünen arbeiten – zumindest auf Regierungsebene – erstaunlich effektiv und uneitel zusammen.

Dietmar Brück kommentiert.
Dietmar Brück kommentiert.
Foto: Jens Weber
Dietmar Brück zur Klausur der Koalition 
in Ingelheim

Das liegt in erster Linie an den Protagonisten. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) sind Politikertypen, denen Alphatiergehabe und Marktgeschrei fremd sind. Sie arbeiten lieber geräuschlos zusammen. Darin liegt die Basis für eine gute, wenn auch unspektakuläre Sachpolitik. Die Zeiten, in denen Koalitionspartner ihre Ministerien zu politischen Festungen hochrüsteten, scheinen zumindest in Rheinland-Pfalz vorüber.

Zu diesem Grundgedanken passen die Managementmethoden, die bei der jüngsten Kloster-Klausur der Regierung breiten Raum einnahmen. Man kann zwar fragen, warum die Ampel erst jetzt die Zeichen der Zeit richtig deutet. Aber grundsätzlich ist der Gedanke hilfreich, Ressortgrenzen einzureißen, wenn es um komplexe Politikfelder wie Digitalisierung oder familienfreundliche Strukturen geht. Ob der Klostergeist von Ingelheim den Bundestagswahlkampf überlebt, wird man indes abwarten müssen

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