Papierrolle hier, Podcast dort
Was „Rhein-Zeitung“ heutzutage alles bedeuten kann
Die Volontäre Jona Heck (vorn, links) und Johannes Kirsch (vorn, rechts) stellten den Schulklassen die Arbeit in der Redaktion v
Die Volontäre Jona Heck (vorn, links) und Johannes Kirsch (vorn, rechts) stellten den Schulklassen die Arbeit in der Redaktion vor.
Jona Heck

250 Schüler wuseln durch das Medienzentrum unserer Zeitung in Koblenz. Der Anlass: Sie alle nehmen am Projekt „RZ-Klasse“ teil. Wie dieses Programm die Medienkompetenz fördern soll und wo sich interessierte Schulen anmelden können.

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Wie entsteht eine Tageszeitung? Und wie kommen die Inhalte hinein? Beim Schulprojekt „Kreide trifft Druckerschwärze“ geht es just um diese Fragen. Doch der Bogen wird auch weiter gespannt: Welchen Pfad schlagen die Rhein-Zeitung und ihre Heimatausgaben im digitalen Zeitalter ein? Die 250 Schüler, die im Rahmen des Projekts im Medienzentrum unserer Zeitung zu Gast waren, brachten viele Fragen mit nach Koblenz. Mit ihren Schulklassen nehmen sie am Programm „RZ-Klasse“ teil, bei dem sie über mehrere Wochen hinweg täglich die Zeitung lesen beziehungsweise Zugang zum E-Paper erhalten.

„Ziel ist es, Medienkompetenz und Demokratieverständnis schon bei jungen Menschen zu fördern“, sagt die Projektleiterin Sabine Westermayer. Sie freue sich sehr, dass das Angebot im gesamten Verbreitungsgebiet auf viel Zuspruch stoße. Von Hamm an der Sieg bis Kirn an der Nahe, von Kirchwald in der Vordereifel bis Hilgert im Westerwald nahmen insgesamt zwölf Schulen beim jüngsten Projektdurchlauf im April und Mai teil.

Die Viertklässler der Grundschule Kirchwald waren fasziniert von den Abläufen im Druckhaus.
Die Viertklässler der Grundschule Kirchwald waren fasziniert von den Abläufen im Druckhaus.
Sabine Westermayer
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alle Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Grundschule
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alle Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Grundschule Rengsdorf, die Astrid-Lindgren-Schule Rengsdorf, die Grundschule Kirchwald und die Grundschule Asterstein.
Sabine Westermayer
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alle Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Sonnenfeld-
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alle Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Sonnenfeld-Schule Hilgert, die Willi-Graf-Schule Neuendorf und die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Grundschule Hamm.
Sabine Westermayer
Die Klasse 4c der Astrid-Lindgren-Schule in Rengsdorf vor einer historischen Druckmaschine.
Die Klasse 4c der Astrid-Lindgren-Schule in Rengsdorf vor einer historischen Druckmaschine.
Sabine Westermayer
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„Wir stellen den Schulen eigenes Material mit Hilfestellungen und Anregungen für den Unterricht zur Verfügung“, erklärt Westermayer. Teil des Projekts ist auch der bei Schülern sehr beliebte Besuch in Koblenz, bei dem eine Führung durch das Druckhaus sowie die Vorstellung der Redaktionsarbeit auf dem Programm stehen. Ende April waren die Grundschüler an der Reihe, Anfang Mai folgten schließlich Schulklassen von weiterführenden Schulen.

Wie eine Zeitung entsteht, konnten sich viele kaum vorstellen. Der Anblick der tonnenschweren Rollen im Papierlager und der riesigen Druckmaschinen brachte viele Kinderaugen zum Staunen. Ebenso groß war das Interesse an digitalen Inhalten wie Podcasts, Social-Media-Videos oder Livetickern, die längst ebenfalls zum Portfolio der Rhein-Zeitung und ihrer Heimatausgaben gehören. Dabei stellten die Kinder und Jugendlichen auch kritische Fragen – etwa wie sich eine Tageszeitung gegen die schier unendliche Konkurrenz im Netz behaupte.

Mitmachen war angesagt: Die Schüler brachten viele Fragen mit in die Diskussionsrunde und zeigten großes Interesse.
Mitmachen war angesagt: Die Schüler brachten viele Fragen mit in die Diskussionsrunde und zeigten großes Interesse.
Sabine Westermayer
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alls Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Gustav-W.-H
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alls Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Gustav-W.-Heinemann Schule Raubach und die Realschule plus an der Römervilla Mülheim-Kärlich.
Sabine Westermayer
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alle Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Realschule
Im Außenbereich des Medienzentrums unserer Zeitung stellten sich alle Schulklassen zum Erinnerungsfoto auf: hier die Realschule plus Kirn, die Stephanus-Schule Polch und die Laacher-See-Realschule plus Mendig.
Sabine Westermayer
Neben der Führung durchs Druckhaus lernten die Schüler die Arbeit von Journalisten und den Alltag in einer Redaktion kennen.
Neben der Führung durchs Druckhaus lernten die Schüler die Arbeit von Journalisten und den Alltag in einer Redaktion kennen.
Sabine Westermayer
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Vertieft wurden auch Fragen, die bereits zuvor im Unterricht thematisiert worden waren: Was ist eigentlich eine Nachricht? Welches Gefahrenpotenzial steckt in Fake News? Und anhand welcher Kriterien entscheiden Journalisten, was wichtig ist? In Diskussionsrunden mit Volontären unserer Zeitung wurde intensiv über solche Fragen gesprochen. Einige Schüler zeigten auch Interesse am Beruf des Redakteurs. „Wie lange braucht ihr, um einen Artikel über das Fußballspiel vom Wochenende zu schreiben?“, erkundigte sich etwa ein Achtklässler der Realschule plus an der Römervilla in Mülheim-Kärlich.

Projektleiterin Westermayer sagt zum Mehrwert des Medienprojektes: „Tägliches Zeitungslesen schafft nachweislich deutliche Wissenszuwächse, verbessert das Sprachvermögen und die Konzentrationsfähigkeit.“ Im Zeitalter einer durch Künstliche Intelligenz und soziale Medien verursachten Informationsflut sei eine seriöse Berichterstattung umso wichtiger.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.rz-klasse.de

Für 9. Juni und 16. Juni sind noch Plätze frei

Das Projekt „RZ-Klasse“ mitsamt Druckhausführung und Kennenlernen der Redaktionsarbeit wird regelmäßig angeboten. Für die Veranstaltungstage im Juni sind noch Anmeldungen möglich. Für Grundschulen ist der 16. Juni vorgesehen, eine Woche zuvor am 9. Juni sind Klassen weiterführender Schulen eingeladen. Die Teilnahme an dem medienpädagogischen Projekt inklusive der Lieferung von Zeitungen an die Schulen, einem E-Paper-Zugang sowie des Besuchs in Koblenz ist kostenfrei. Lediglich der Transfer ins Medienzentrum muss selbst gestemmt und organisiert werden. Anmeldungen sind möglich bei Sabine Westermayer, telefonisch erreichbar unter 0261/892-453 oder per Mail an sabine.westermayer@rhein-zeitung.net kij

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