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Koblenz

„Gott der nutzlosen Dinge“: Koblenzer Kollektiv Heterotopia entwirft in neuer Schau spannende Zukunftsvisionen

Sieht so die Zukunft aus? In roten Schutzanzügen wandern Menschen über ein einstiges Permafrostfeld, aus dem nun giftige Methangase austreten.
Sieht so die Zukunft aus? In roten Schutzanzügen wandern Menschen über ein einstiges Permafrostfeld, aus dem nun giftige Methangase austreten. Foto: Ryan Taylor
Lesezeit: 5 Minuten

Die Version einer zukünftigen Welt zu entwerfen – nicht weniger hat sich die neue Ausstellung des Koblenzer Künstlerkollektivs Heterotopia vorgenommen. Unter dem – gewollt kryptischen – Titel „Gott der nutzlosen Dinge“ setzen sich in der Werkschau 23 Kreative mit Themen wie Fake News, der Relevanz Künstlicher Intelligenz oder der Bedeutung virtueller Welten für unser Sozialgefüge auseinander. Wobei die Frage, was nutzlos war und sein wird, im Hintergrund stetig mitschwingt.

Wer die Ausstellung mit reinem Gewissen betreten möchte, der legt am Eingang schnell noch Buße ab über seine – vielleicht erst kürzlich begangenen – (Kaufhaus-)Sünden: In der ehemaligen Depot-Filiale im Forum Mittelrhein erwartet die Besucher gleich am Eingang ein zum Beichtstuhl umfunktioniertes Regal, mit goldener Rettungsfolie ausstaffiert, dahinter jedoch kein ...