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Ein Stück Freiheit kann man mieten! (Teil 5)

Der vierte Teil hatte uns an die Atlantikküste geführt, wo wir uns einen Sonnenbrand und jede Menge Erholung holen konnten, nun sind wir wieder auf dem Weg zurück nach Hause, aber wie schon auf dem Hinweg ist „der Weg das Ziel“.

Jutta SchützdellerLesezeit: 6 Minuten

In Guedélon wird seit mehr als 20 Jahren eine mittelalterliche Burg nachgebaut. Besucher können sich ansehen, wie sie mit authentischen Mitteln entsteht.
In Guedélon wird seit mehr als 20 Jahren eine mittelalterliche Burg nachgebaut. Besucher können sich ansehen, wie sie mit authentischen Mitteln entsteht.

9. Etappe: Von der Renaissance zum Mittelalter

Wie wendig unser Mobil ist, merken wir auch in Amboise am nächsten Morgen, wo wir versuchen, den Parkplatz des gleichnamigen Schlosses zu erreichen. In Amboise liegt Leonardo da Vinci begraben, der hier seine letzten Lebensjahre verbracht hat und die Stadt widmet dem Ausnahmegenie zum 500. Jahrestag Ausstellungen und Feste. Wir besuchen das Schloss Clos Lucé, wo Leonardo lebte und wo heute seinen Werken mit einer sehenswerten Ausstellung gedacht wird.

Unseren Besuch bei Leonardo haben wir vor dem Frühstück absolviert, jetzt haben wir Hunger und möchten frische Baquette. Wer sagt, dass man mit dem Wohnmobil keine Abenteuer erleben kann? Und wie! Wir fahren einfach drauflos und landen in Chédigny, einem winzigen Ort etwa 20 Kilometer von Amboise entfernt und finden ein Juwel. Noch nie haben wir von diesem Ort gehört geschweige denn gedacht, dass wir hier ein so malerisches, blumenüberladenes, verwunschenes Nest finden, in dem es auch noch eine kleine Bäckerei gibt, die nach alter Tradition ihre Baquettes herstellt. Umgeben von Rosen und üppigen Blumen frühstücken wir auf dem Rastplatz. Dem Reisemobil sei Dank mit frischem Tee und leckerem Aufschnitt. Als nächstes haben wir uns ein ganz besonderes Ziel ausgesucht. Guedélon liegt im Departement Yonne und wäre sicherlich nicht erwähnenswert, wenn, ja wenn sich nicht vor etwas mehr als 20 Jahren einige Wissenschaftler überlegt hätten, es wäre doch eine tolle Idee, eine mittelalterliche Burg zu bauen, und das auch noch ausschließlich mit den Mitteln, die damals zur Verfügung standen.

Zunächst belacht hat sich die Baustelle in Guedélon zu einer Attraktion für viele Menschen entwickelt. Seit Beginn der Bauarbeiten sammeln sich hier Handwerker aller Art, um gemeinsam an diesem wunderbaren Projekt zu arbeiten. Sie erforschen während der Arbeit die alten Handwerkskenntnisse, die heutzutage schon längst in Vergessenheit geraten sind und lassen sich bei ihrem Tun von interessierten Menschen zuschauen. Mittlerweile ist die Burg schon fast fertig und wer sich anschaut, was Steinmetze, Schreiner, Bildhauer, Maler, Töpfer, Seiler, Zimmerleute und viele, viele andere „alte“ Handwerkeberufe geschaffen haben, der zieht den Hut. Der Weg nach Guedélon führt durch das bewaldete Departement Yonne und ist allein schon eine Reise wert. Wir fahren durch ursprüngliche Wälder, die Straße ist gesäumt von Bäumen, die mit ihren Ästen einen Tunnel über der Straße bilden, durch den das Sonnenlicht grüngolden funkelt. Wir sind begeistert von dieser schönen Strecke, die Dank Reisemobil sozusagen „zum Ziel“ wird und die wieder einmal mehr zeigt, dass reisen mit dem Wohnmobil nicht nur „entschleunigt“, sondern auch Erlebnisse und Eindrücke verschafft, die man sonst beim schnelle vorbeifahren nicht gesehen hätte.

Nach dem Besuch der mittelalterlichen Baustelle kehren wir am Abend in Toucy auf einen winzigen Campingplatz ein. Hier zahlen wir für die Nacht einen kleinen Obulus und hören dem kleinen Fluss Oanne zu, der munter an unserem Stellplatz vorbeiplätschert. Toucy ist ebenfalls einer der kleinen Orte, die mitten in Frankreich gelegen, kaum auffallen. Wie viele andere Städtchen in Frankreich auch nimmt Toucy am Blumenwettbewerb teil und schmückt sich vom Ortsein- bis zum Ortsausgang mit viele Blumenarrangements und Blumenschmuck in allen Farben und Formen. Je nach Aufwand werden der Ortschaft ein bis vier Blumensymbole verliehen, die sie in ihrem Eingangsschild aufführen dürfen. Toucy trägt vier Blumen im Ortsschild, ein Hinweis darauf, dass man sich hier viel Arbeit damit macht, den Ort zu verschönern.

Landschaft
Foto: Tanja Striesow

10. und letzte Etappe: Von der Freiheit, noch eine Etappe einzuschieben

Natürlich hätten wir in einem Schlag nach Hause fahren können, aber das Schöne am Reisen mit dem Wohnmobil ist ja, dass man sich Zeit nehmen und endlos lange Fahrten in gut „verdauliche“ Häppchen einteilen kann. Genau das haben wir im Sinn, als wir beschließen, am Lac de Madine in Lothringen noch eine Übernachtung einzuschieben. Im Kühlschrank warten zwei Filets vom Charolais-Rind, im Schrank sind noch drei der ausnehmend schmackhaften Kartoffeln aus Noirmoutier und aus der Bretagne haben wir noch zwei Karotten – Alles in allem ein vorzügliches Mahl. Der Platz am See bietet zwar einen wunderbaren Ausblick auf Schwäne und andere Paddelfüßler, ansonsten ist der Campingplatz aber schon in die Winterruhe eingekehrt und so stehen wir mit einigen anderen unerschütterlichen Wohnmobilisten unter etwas abenteuerlichen Verhältnissen auf einem gähnend leeren Platz. Wir lassen die Reise bei einem Glas Loire-Wein Revue passieren.

Reisen mit dem Wohnmobil ist tatsächlich ein Stück Freiheit, dass man mieten kann. Wen die „Wanderlust“ einmal gepackt hat, für den wird Wohnmobilreisen schnell zur Lebenseinstellung. Angesichts der sehr großen Anzahl von Wohnmobilen, die mittlerweile in ganz Europa unterwegs sind, tut man gut daran, sich auf eine Reise vorzubereiten. Die Auswahl an Büchern, die nützliche Hinweise und Tipps für Stellplätze und Campingplätze geben, ist groß und so kann man viel Zeit und Frust sparen, wenn man sich auf den Rat erfahrener Reisender verlassen kann. Grundsätzlich aber macht das Reisen auch „ins Blaue“ riesengroßen Spaß. Für denjenigen, der sich das erste Mal mit dem Mobil auf die Straße macht, ist ein kleineres Modell sicherlich angebracht, um den Umstieg vom Auto zum „Transporter“ gut zu bewältigen. Mit Niesmann Caravaning hat man einen Partner, der mit Beratung und Tipps zur Seite steht und vom ersten Tag an die neue Art zu reisen zu einem schönen Erlebnis macht. Wir waren schon in vielen Ländern unterwegs und haben häufig Reisemobile vor Ort gemietet, keines war auch nur annähernd mit einem Mobil von Niesmann Caravaning zu vergleichen. Was im Ausland schnell zum Abenteuer der unangenehmen Sorte werden kann, ist hier bei Niesmann Caravaning dank hohem Qualitätsstandard kein Problem.

Zum Schluss unsere Reisetipps:

  1. Buchen Sie frühzeitig. Gerade bei Familien, die mit schulpflichtigen Kindern verreisen, ist eine frühzeitige Reservierung sinnvoll, denn die Anzahl der Mobile ist begrenzt.
  2. Welches Mobil ist das Richtige? Nutzen Sie gerne das Angebot, sich vor Ort ein Mobil anzusehen, damit Sie genau wissen, wo welcher Platz zur Verfügung steht.
  3. Lieber zu wenig, als zu viel einpacken. Auch wenn ein Wohnmobil ein Raumwunder ist, wenn man keine Koffer schleppen muss, neigt man schon mal zum Übertreiben. Viele Campingplätze haben heutzutage Waschmaschinen, die gegen eine kleine Gebühr genutzt werden können. Aus diesem Grund reicht meist kleines Gepäck vollkommen aus.
  4. Fahren Sie Fahrrad? Dann planen Sie es gerne mit ein, denn es erschließt Ihnen möglicherweise kleine Orte, für die ein Wohnmobil einfach zu groß ist. Viele der Mietmobile von Niesmann Caravaning verfügen über einen Fahrradständer.
  5. Haben Sie Lebensmittel-Unverträglichkeiten oder Allergien? Dann sollten Sie die Vorzüge der gut ausgestatteten Küchen der Mietmobile von NIesmann Caravaning nutzen. Mit einem Backofen können Sie sogar Ihr eigenes Brot backen. Sprechen Sie diesen Wunsch gerne bei der Beratung an.
  6. Gut versichert ist Gold wert. Auch wenn man sich noch so sehr bemüht, es kann immer mal etwas zu Bruch gehen oder ein Unfall passieren. Dann ist die Zusatzversicherung, die den Eigenanteil reduziert oder ganz abdeckt, Gold wert. Man kann den Betrag, der in der Regel überschaubar ist, in die Reisekosten gut einplanen und ist vor unschönen Überraschungen geschützt.
  7. Gut informiert entspannt. Machen Sie sich schlau, was im Reiseland, das Sie ausgewählt haben, für Reisemobile wichtig ist. Andere Länder haben möglicherweise Beschränkungen, die es in Deutschland so nicht gibt, es ist wichtig, sich frühzeitig zu informieren und darauf einzustellen. Auch die Vorbereitung der Route und Übernachtungsplätze ist beruhigend, aber nicht zwingend notwendig.
  8. Planen Sie nicht alles. Denn das Schöne am Reisemobil-Urlaub ist die Spontaneität. Häufig erlebt man die schönsten Dinge immer dann, wenn man es überhaupt nicht geplant hat.

Und jetzt bleibt und nur noch, Ihnen eine gute Reise zu wünschen!

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

Tanja Striesow

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Möchten Sie ein Stück Freiheit mieten?

Das Team von Niesman Caravaning freut sich über Ihre Anfrage und steht mit Rat und Tat zur Seite!

Niesmann Caravaning GmbH & Co. KG

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