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Wald in Rheinland-Pfalz mit hoher Relevanz in vielen Funktionen

Rheinland-Pfalz ist das relativ betrachtet waldreichste Bundesland in Deutschland. 42 Prozent der Landesfläche, sagenhafte 840000 Hektar, sind mit Wald bedeckt, so berichtet Landesforsten Rheinland-Pfalz auf seiner Homepage. Das Bundesumweltamt ergänzt mit der Information, dass Rund ein Drittel der Landfläche in Deutschland mit Wald bedeckt ist.

Von Tanja Steeg

Man kann also bei einer insgesamt so großen Waldfläche in unserem Bundesland die Schäden durch Stürme, extreme Dürre und Borkenkäferbefall nicht übersehen, sie sind faktisch überall präsent. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geht von einem Schadholzbefall von 171 Millionen Kubikmetern und einer Fläche von 277000 Hektar aus (Stichtag 31.12.2020), die wiederbewaldet werden muss. In einer Waldzustandserhebung kam man zum Ergebnis, dass 37 Prozent aller Bäume deutliche Verlichtungen in der Krone aufweisen.

Dem Klimawandel aktiv zu begegnen ist demzufolge eine sehr wichtige Aufgabe, wirkt aber in vielem erst langfristig. Handlungsfelder im Wald gilt es aber bereits jetzt aktiv anzugehen, denn angesichts dieser beeindruckenden Zahlen – fast die Hälfte unseres Bundeslandes ist bewaldet– wird deutlich, wie relevant und bedeutsam Wald in vielen Funktionen und Handlungsfeldern ist. Beispielhaft sind hier zu nennen: Rohstoffe, Klimaschutz, Eigentum-Arbeit-Einkommen, Biodiversität und Wandnaturschutz, Waldbau, Jagd, Boden- und Wasserhaushalt, Erholung-Gesundheit-Tourismus, Bildung und Forschung.

Kappus Forsttechnik GmbH & Co. KG aus Nastätten

Das Treffen mit dem leidenschaftlichen Unternehmer aus Nastätten fand an einem regnerischen Tag zwischen den beiden Orkanstürmen im Februar statt. Lothar Kappus, Inhaber und Gründer der Firmen Kappus Forsttechnik GmbH & Co. KG und der Firma Wa-Na Holzhandel GmbH, hatte aus Sicherheitsgründen heute die meisten Waldarbeiten abgesagt. Das Telefon stand trotzdem nicht still, denn umgestürzte Bäume die Straßen oder Wege versperrten mussten teils mit Spezialgerät oder besonderem Fachwissen entfernt werden. Kappus startete 2002 am Standort Nastätten als 1-Mann Betrieb, besteht mittlerweile aber aus 8 Personen.

Forsttechnik Kappus, rechts im Bild Geschäftsführer Lothar Kappus mit seiner Frau
Forsttechnik Kappus, rechts im Bild Geschäftsführer Lothar Kappus mit seiner Frau
Foto: Kappus Forsttechnik GmbH & Co. KG

Die Firma verfügt mittlerweile über 10 Spezialmaschinen, die teilweise einen Wert im hohen sechsstelligen Bereich haben zur Ausführung professioneller Arbeiten im Wald, Laster und Tieflader ergänzen den Fuhrpark. „Mein eigentliches Kapital sind aber meine Leute“, sagt Lothar Kappus mehrfach „meine Leute, die kennen den Wald in unserer Region, weil sie schon jahrelang hier arbeiten, die kennen die Bodenbeschaffenheit und die Besonderheiten“, so Kappus. Der gelernte Maschinenbauer hatte schon immer eine Leidenschaft für den Wald. Kappus beschreibt, dass auch ihm die Waldsituation emotional zu schaffen mache, er aber klare Prinzipien und Werte hätte, wie er mit der Situation umgehe.

Für Kappus und sein Team steht fest: wir legen Wert auf hohe Standards in der Qualität unserer Arbeit! Kappus Firma hält zahlreiche Zertifizierungen, die Mitarbeiter sind bestens qualifiziert und auch die Maschinen sind top gewartet, damit weder Öl noch Treibstoff den Waldboden belasten. Zu den guten Arbeitsbedingungen gehört für Kappus das Vorhandensein von allem, was die Leute zum guten, geschützten Arbeiten brauchen, darüber hinaus eine leistungsgerechte Bezahlung, Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten und Betriebliches Gesundheitsmanagement. „Die Maschinen bei uns sind High-Tech-Geräte die den Fahrern höchste Konzentration und allerhand Fähigkeiten abverlangen“, erklärt Kappus.

Eine geringe Fluktuation bei den Mitarbeitern, von denen auch zwei Männer die polnische Staatsangehörigkeit haben, bestätigen das gute Klima im Betrieb. Immer wieder betont der Unternehmer, dass das „Wie“ in der Holzernte für ihn einen großen Unterschied mache. „Wir wollen Bodenverletzung vermeiden, setzten moderne Traktionswinden in Steillagen ein“, so Kappus „Wege richten wir selbstverständlich wieder her und stehen auch den Förstern zur Seite, wenn hier kurzfristig Bedarf an Hilfe besteht“. Die Frage nach Fachkräften, die macht auch Kappus zu schaffen, wenngleich er noch immer alle Stellen gut besetzt bekam. Aber auch hier ist das Investment in Menschen für ihn der Schlüssel: „Maschinenführer ist in Deutschland kein Ausbildungsberuf“, so Kappus.

Den Umgang mit der wertvollen Ressource Wald, das Gefühl für den Boden, den Umgang mit den Förstern, der Wert des Holzes und ein Blick auf die Qualitäten und vieles mehr bringt er seinen Mitarbeitern bei, die er aus vielen Branchen rekrutiert hat. Sorge vor der Zukunft hat Kappus nicht, denn er arbeitet in einem Bereich nachwachsender Rohstoffe und darüber hinaus in einem insgesamt waldreichen Gebiet. Dass sein Handwerk weiterhin gebraucht wird und attraktiv ist, davon ist Kappus überzeugt – und wir auch.

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