Speyer (dpa/lrs) – Die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit sind an diesem Wochenende in Speyer eher fließend. Zwischen ausgemusterten Flugzeugen, echten Raumfähren und jeder Menge Technikgeschichte liefen am Samstag Menschen in Astronautenkostümen, posierten vermeintliche Superhelden und standen verkleidete Außerirdische neben dem Kinderwagen.
Das Technik Museum der pfälzischen Stadt ist erneut zum Treffpunkt der Science-Fiction- und Cosplay-Szene geworden. Die Veranstalter zählten nach eigenen Angaben rund 7.500 Besucher. Am Sonntag geht es weiter.
Die Macht ist mit den Besuchern
Von «Star Wars» über «Star Trek» sowie Anime- und Manga-Charakteren bis zu Superhelden aus den Universen von Marvel und DC: «An Kostümen ist fast alles da, was die Fangemeinde so hergibt», sagte eine Museumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Sogar bei den Außerirdischen herrsche Vielfalt: «Es kamen auch viele Aliens, von Klingonen bis Vulkanier.»
Menschen fachsimpelten und stöberten an den Ständen. «Es ist voll, es ist wuselig», sagte die Sprecherin. Die Programmpunkte seien gut gefüllt gewesen. Bei einer Autogrammstunde mit Synchronsprechern sei der Andrang so groß gewesen, dass kurzerhand eine halbe Stunde dran gehängt wurde.
Vom Enkel bis zum Großeltern-Jedi
Das Treffen sei längst keine reine Veranstaltung nur für eingefleischte Science-Fiction-Fans. Großeltern kommen mit ihren Enkeln, ganze Familien erscheinen kostümiert. Manche Kinder seien «völlig ausgestattet», erzählte die Sprecherin – mit Rüstung oder als Anime-Figur. «Es ist wirklich bunt gemischt.» Ihr Fazit: «Es ist wie ein Volksfest für Nerds.»
Für Besucherinnen und Besucher hat das Technik Museum eigene Parkplätze und Shuttlebusse organisiert, dazu Sitz- und Schattenplätze sowie Eis und kühle Getränke. Das Treffen findet seit 2008 jedes Jahr am letzten Septemberwochenende statt. Die Dom-Stadt am Rhein wird nicht bloß für Fans damit für zwei Tage ein ziemlich lebendiges Stück Science-Fiction.
© dpa-infocom, dpa:260926-930-748984/1










