Handarbeit am Mittelrhein
Winzer Christian Muders setzt auf Steillage beim Wein
Kristine Bäder und René Harth haben in Folge zwei von "Kork & Schrauber", dem Weinpodcast der Rhein-Zeitung, Christian Muders (M
Kristine Bäder und René Harth haben in Folge zwei von "Kork & Schrauber", dem Weinpodcast der Rhein-Zeitung, Christian Muders (Mitte) zu Gast.
Christian Mack

Auf nur vier Hektar baut Christian Muders am Mittelrhein Weine an, die von der Fachwelt gefeiert werden. Im RZ-Weinpodcast „Kork & Schrauber“ spricht er über seinen Erfolg und warum sein Berufswunsch für ihn schon als Kind feststand. 

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Steil ist bei ihm nicht nur der Werdegang, sondern vor allem die tägliche Arbeit: Auf gerade einmal vier Hektar Rebfläche in den extremen Hanglagen des Mittelrheins erzeugt Christian Muders vom Weingut Fetz Weine, die heute in der Fachwelt für Begeisterung sorgen. Doch wie wird man vom kleinen Familienbetrieb zum gefeierten „Aufsteiger“ der Region?

In der zweiten Folge von „Kork & Schrauber“ blicken die Hosts Kristine Bäder und René Harth hinter die Kulissen eines echten Herzblut-Winzers. Muders erzählt im Podcast, warum für ihn schon als Kind feststand, dass kein anderer Beruf als Weinmacher infrage kommt und wie er es schafft, den harten Bedingungen der Steillage eine ganz eigene, charakterstarke Handschrift abzugewinnen. Im Gespräch geht es auch um die Faszination Riesling, das Potenzial des Mittelrheins und die Frage, wie viel Mut man braucht, um in einer der traditionsreichsten Landschaften Deutschlands neue Wege zu gehen.

Muders weiß, dass viele Winzerinnen und Winzer in den letzten Jahren am Mittelrhein aufgegeben haben. Die Aufgabe von Steillagen führt aber zur Verbuschung der Hänge und zum Verfall historischer Trockenmauern, was das UNESCO-Welterbe Mittelrhein dauerhaft verändert. Dieser Prozess zerstört zudem wertvolle Lebensräume für seltene Arten wie die Smaragdeidechse und schwächt durch den Verlust der Kulturlandschaft den Tourismus. Diesen Problemen will er aktiv entgegentreten.

Es gibt aber auch Lichtblicke für das Tal, denn die Vorarbeiten für die geplante Bundesgartenschau im Jahre 2029 haben bereits begonnen. Auf 67 km wird die Region dann, von Bingen bis Koblenz, links und rechts des Rheins so richtig schick gemacht.

Die neue Folge ist ein Muss für alle, die Wein nicht nur trinken, sondern die Geschichten dahinter verstehen wollen. Jetzt reinhören und keine Folge mehr verpassen.

Kork & Schrauber

Folge 1, 25. April: Zur Lage des Deutschen Weins – Steffen Schindler

Folge 2, 9. Mai: Aufsteiger am Mittelrhein – Christina Muders vom Weingut Fetz

Folge 3, 23. Mai: Wein, Kirche und Kellergeheimnisse – die Bischöflichen Weingüter Trier

Folge 4, 6. Juni: Deutscher Freundeskreis der Weinetiketten-Sammler – Prof. Euler

Folge 5, 20. Juni: Gelebte Nachhaltigkeit im Weinbau – Sonja Ostermayer

Folge 6, 4. Juli: Kein Wein – Alternative zum entalkoholisierten Wein – Wolfgang Schäfer

Folge 7, 18. Juli: Neu an der Saar – Peter Thehlen, Weinmanufaktur Petershof

Folge 8, 1. August: Neuerfindung nach der Katastrophe an der Ahr – Oliver Swiatek

Folge 9, 15. August: Anarchistischer Wein – Florian Weingart

Folge 10, 29. August: Renommee von der Nahe Stefan Rumpf vom Weingut Kruger-Rumpf

Alle Folgen gibt es unter www.rhein-zeitung.de/korkschrauber

Ressort und Schlagwörter

Rheinland-PfalzWeinbau

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