Fußball-Bundesliga
«Wie im Traum»: Martels Comeback lässt Mainz jubeln
Borussia Mönchengladbach - 1. FSV Mainz 05
Eric Martel erzielte das dritte Mainzer Tor.
Federico Gambarini. DPA

Eric Martel wechselte im Sommer von Köln nach Mainz. Nach seinem langen Ausfall kehrt er ausgerechnet beim Gastspiel bei Kölns Rivale Gladbach zurück - und wirkt direkt spielentscheidend.

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Mönchengladbach (dpa) – Von Selbstgefälligkeit ist Urs Fischer weit entfernt. Dementsprechend untermalte der Trainer des FSV Mainz 05 nach dem turbulenten 4:3 (2:1)-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach die Aussage über sein goldenes Händchen mit einem für ihn typischen Grinsen: «Schön, wenn es am Ende so aufgeht. Da hat der Trainer alles richtig gemacht mit seinen Einwechslungen.»

Trainer: Martel hat sich «Einsatz verdient»

Der Schweizer hatte in Eric Martel und Danny da Costa beim Stand von 2:2 die beiden Joker ins Spiel gebracht, die in der Schlussphase mit ihren Toren die Bundesliga-Partie entschieden. Vor allem bei Martel war die Einwechslung überraschend: Der 24 Jahre alte Neuzugang hatte wegen einer Innenbandverletzung lange gefehlt und war rst vor wenigen Tagen voll ins Training zurückgekehrt. «Er hat sich seinen Einsatz verdient», sagte Fischer.

Martel zwischenzeitliches 3:2 (78. Minute) kippte das ereignisreiche Spiel in Richtung der Mainzer. «Es ist natürlich ein super Einstand, nach der Verletzung so reinzukommen. Es ist ein bisschen, wie man es sich im Traum vorstellen würde. Ich bin froh, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Ich wollte einen Impact bringen, das ist mir gelungen», sagte Martel, der im Sommer vom 1. FC Köln zu den Nullfünfern gewechselt war.

Mainz startet fulminant

Neben Martel und da Costa (89.) trafen auch wieder die beiden Stürmer Phillip Tietz (18.) und Sheraldo Becker (45.+1). Da ließen sich auch die drei Gegentore durch Florian Neuhaus, Isac Lidberg und Shuto Machino verkraften. Denn während Gladbach mit vier Niederlagen sowie 16 Gegentoren gestartet ist und nach der Trennung von Eugen Polanski einen Nachfolger sucht, hat Mainz mit Trainergarant Fischer stabil losgelegt.

Für die sieben Punkte, die die Mainzer jetzt schon auf dem Konto haben, hat der Club unter Fischer-Vorgänger Bo Henriksen in der vergangenen Saison noch 14 Spieltage gebraucht. «Unser Wille und die Mentalität waren heute Schlüssel, immer wieder ins Spiel zurückzufinden. So ist es nach vier Spielen ein guter Start, was gerade vor der langen Länderspielpause wirklich guttut», sagte Sportdirektor Niko Bungert.

Das sagt Tietz zur DFB-Nominierung

Angesichts des fulminanten Starts mit unter anderem einem 5:0-Erfolg beim Hamburger SV überraschte es ein wenig, dass Bundestrainer Jürgen Klopp in Nadiem Amiri nur einen Spieler seines Ex-Clubs in seinen XXL-Kader für die Nations League berief. Angreifer Tietz ist zwar schon 29 Jahre, hat aber mit vier Toren aus vier Spielen einen starken Start in die Saison hingelegt.

Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, sagte der Stürmer bei DAZN: «Was heißt enttäuscht? Es ist aller großer Ehren wert, dass ich überhaupt in den Medien genannt werde. Das ist für mich eine Auszeichnung, für mich persönlich, dass ich überhaupt da infrage komme und sämtliche Medien über mich schreiben.» Eine Nominierung wäre «die Kirsche auf der Sahnetorte» gewesen, beteuerte Tietz. Für Mainz geht es nach der Pause gegen Bayer Leverkusen weiter.

© dpa-infocom, dpa:260920-930-713545/1

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