Tiere
Wie es dem Feldhasen in Rheinland-Pfalz geht
Feldhase
Es wird nicht mehr, aber auch nicht weniger gehoppelt in Rheinland-Pfalz. (Archivbild)
Patrick Pleul. DPA

Die Population entwickelt sich dem Landesjagdverband zufolge stabil. Regional verteilt sind die pelzigen Vierbeiner mit ihren langen Ohren recht unterschiedlich.

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Gensingen (dpa/lrs) – Die Zahl der Feldhasen bleibt in Rheinland-Pfalz in etwa stabil. Noch lägen zwar nicht alle Daten der jüngsten Zählung vor, aber dieser Trend lasse sich schon erkennen, teilte der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz in Gensingen auf Anfrage mit.

Besonders viele Tiere gibt es dem Verband zufolge in Rheinhessen und entlang der Rheinschiene mit typischen offenen Kulturlandschaften. Auch in den Weinbergen an der Mosel fänden sich mehr Langohren als etwa in Eifel, Hunsrück oder Pfälzer Wald.

Witterung im Frühjahr entscheidender Faktor

Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der Population an Feldhasen ist dem Landesjagdverband zufolge die Witterung im Frühjahr. Ist es eher feucht und kalt, kommen weniger Jungtiere durch.

In diesem Jahr habe der Winter zunächst mehr Schnee gebracht als in vergangenen Jahren, dann habe es bereits recht früh frühlingshafte Temperaturen gegeben, hieß es vom Landesjagdverband. Im Herbst werde sich zeigen, wie sich das auf den Hasennachwuchs ausgewirkt habe.

Ein weiterer Einflussfaktor ist dem Verband zufolge der «Prädatoren-Druck», also wie viele Hasen natürlichen Feinden wie Fuchs, Waschbär, Marder, aber auch Krähen und Greifvögel zum Opfer gefallen sind.

Sorgen wegen neuer Krankheit

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hatte kürzlich bundesweite Zahlen zu Feldhasen vorgelegt. Grundtenor war, dass der Bestand auf hohem Niveau stabil bleibt. Demnach gab es im Frühjahr 2025 hochgerechnet 19 Feldhasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese. Das waren laut DJV ebenso viele wie bei den Frühjahrserhebungen der beiden Jahre zuvor, aber über ein Viertel mehr als noch vor rund 20 Jahren.

Grundlage dafür sind Auswertungen von Zählungen in mehr als 400 Referenzgebieten im Frühjahr des vergangenen Jahres, deren Hasendichten auf das Bundesgebiet hochgerechnet wurden.

Sorgen bereitet dem Jagdverband und der Deutschen Wildtier Stiftung eine vergleichsweise neue Krankheit: die Myxomatose. Sie wurde erstmals 2023 bei Feldhasen in Deutschland nachgewiesen und hat sich seitdem in weitere Bundesländer ausgebreitet. In Rheinland-Pfalz ist aus den vergangenen fünf Jahren kein Myxomatose-Fall bei einem Feldhasen bekannt.

© dpa-infocom, dpa:260402-930-897590/1

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