Man möchte es nicht ausprobieren: Wer zu Zeiten der Römer in eine ihrer jetzt im Haus der Archäologie auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz rekonstruierten Fallen fiel, stürzte auf messerscharfe Holzspitzen. Claus Ambrosius
Ein Heimatforscher erkennt vom Hochsitz bei Bad Ems Umrisse eines Römerlagers – folgende Grabungen bringen eine Sensation zutage: hölzerne Abwehrspieße, wie sie nur aus Caesars Schriften bekannt waren, jetzt zu sehen auf der Festung Ehrenbreitstein.
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Man muss sich diesen Moment vergegenwärtigen: Ein Blick vom Jägerhochsitz, ein kaum sichtbares Muster im Gelände – und die Gewissheit, dass hier etwas nicht stimmt. Was für andere eine Laune der Natur gewesen wäre, wurde für Jürgen Eigenbrod (1943–2023) zum Anfang einer Geschichte, die heute bis in die Vitrinen der Festung Ehrenbreitstein reicht.