Verkehrssicherheit
Unfall-Hotspot Schulweg
Schulweg
Rheinland-Pfalz setzt auf Präventionsarbeit und schulische Verkehrserziehung. (Archivbild)
Stefan Sauer. DPA

Weniger Kinder verunglücken 2025 in Rheinland-Pfalz im Auto, dafür mehr zum Beispiel auf dem Fahrrad. Welche Rolle spielen sichere Schulwege?

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Mainz (dpa/lrs) – Mit Fahrrad und Pedelec sowie motorisierten Zweirädern sind 2025 in Rheinland-Pfalz mehr Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren im Straßenverkehr verunglückt. Die Gesamtzahl der Verunglückten blieb nach Angaben des Verkehrsministeriums mit rund 2.300 Unfällen im Straßenverkehr jedoch konstant. Grund dafür seien rückläufige Zahlen bei den Unfällen mit Autos.

Bei den Fahrrad- und Pedelecunfällen gab es eine Zunahme von 411 im Jahresvergleich auf 474. Bei den motorisierten Zweirädern stieg die Zahl laut Verkehrsministerium um 80 auf 857 Verunglückte in Rheinland-Pfalz. Die Zahl der unter 18-jährigen Unfallopfer mit Pkw habe dagegen von 695 auf 612 im vergangenen Jahr abgenommen.

Bundesweit sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Kinder im Straßenverkehr zu Schaden gekommen: Knapp 30.000 Menschen unter 15 Jahren verunglückten im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen. Laut Statistischem Bundesamt kamen damit sieben Prozent mehr Kinder zu Schaden als im Jahr zuvor. Die Zahl der getöteten Kinder stieg von 53 auf 74. Rund ein Drittel der verunglückten Kinder war mit dem Fahrrad unterwegs, ein Fünftel zu Fuß.

Typische Schulwegzeit zwischen 7.00 und 8.00 Uhr

Bei den Kindern im Schulalter ereigneten sich nach der Statistik besonders viele Unfälle werktags zwischen 7.00 und 8.00 Uhr. Da das eine typische Schulwegzeit ist, macht sich die rheinland-pfälzische Grünen-Fraktion für die Gestaltung sicherer Schulwege sowie für geeignete Handlungsmöglichkeiten für die Kommunen stark.

Das Land unterstütze die Kommunen dabei unter anderem durch die Erstellung von Schulwegplänen, erklärte Innenminister Achim Schwickert (CDU). Eine eigenständige, unmittelbar an die Kommunen gerichtete Verwaltungsvorschrift des Landes mit verbindlichen Vorgaben zur baulichen oder verkehrsrechtlichen Gestaltung von Schulwegen und Schulumfeldern bestehe aber nicht, sagte er zu einer entsprechenden Forderung der Oppositionsfraktion.

Wichtig sei vor allem die systematische und kontinuierliche Präventionsarbeit sowie die schulische Verkehrserziehung, betonte der Innenminister. Kooperationen gebe es dabei etwa mit der Polizei und der Verkehrswacht.

© dpa-infocom, dpa:261102-930-929215/1

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