Saarbrücken (dpa/lrs) – Nach jahrelanger Verzögerung soll der neue Landesentwicklungsplan des Saarlandes noch in diesem Jahr wirksam werden. Das saarländische Innenministerium teilte mit, das Inkrafttreten des Plans werde bis Ende 2026 angestrebt. Er legt fest, wo im Land Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen entstehen können und wo Natur und Freiräume geschützt bleiben.
Das Land sieht im Entwurf laut Mitteilung 90 Vorranggebiete für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen mit insgesamt 5.112 Hektar vor. Das Ministerium betonte, Kommunen könnten zusätzliche Gewerbeflächen eigenverantwortlich ausweisen. Gleiches gilt demnach für die kommunale Wohnbaulandentwicklung. Der Landesentwicklungsplan (LEP) setze hier lediglich den Rahmen für eine bedarfsgerechte Entwicklung, hieß es.
«Es war uns ein großes Anliegen, über den LEP Möglichkeiten in der Planung aufzuzeigen statt festzulegen, was nicht erlaubt ist», erklärte Innenminister Reinhold Jost (SPD). «Er soll Entwicklung fördern und gleichzeitig dafür sorgen, dass diese geordnet, nachhaltig und im Interesse des gesamten Landes erfolgt.»
Dafür sei ein langer und intensiver Abwägungsprozess notwendig gewesen. «Doch nun haben wir, nach Jahren der Vorbereitung, ein stimmiges Dokument vorgelegt, das einen verlässlichen räumlichen Rahmen für die Entwicklung unseres Landes für die nächsten 10 bis 15 Jahre bietet.»
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