Kaiserslautern (dpa/lrs) – Stürmer Ivan Prtajin vom 1. FC Kaiserslautern dürfte mit jeder Menge Rückenwind in die Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim gehen (Freitag, 18.30 Uhr/Sky). Rund acht Monate nach einem Achillessehnen-Riss feierte der Stürmer am vergangenen Freitag bei einem Testspiel gegen Drittligist Sonnenhof Großaspach (1:1) ein 45-minütiges Comeback. Zeitnah dürfte er auch in der 2. Fußball-Bundesliga wieder als ernsthafte Option zur Verfügung stehen.
«Natürlich bin ich sehr glücklich, wieder zurück zu sein. Das erste Spiel war nicht einfach, aber ich habe mich gut gefühlt. Von Woche zu Woche wird es jetzt besser werden», sagte Prtajin nach der Partie gegen Großaspach, in der ihm auch fast gleich ein Tor gelungen wäre. «Ich wollte noch nicht alles riskieren. Nach acht Monaten weiß ich noch nicht genau, wie mein Körper auf jede Belastung reagiert. Deshalb muss ich vorsichtig sein», erklärte er. «Ich habe aber gesehen, dass alles funktioniert. Nach diesem Spiel wird es mir sicherlich deutlich leichter fallen.»
Lieberknecht mahnt zur Geduld
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht bremste die Erwartungen an den Stürmer, der in der vergangenen Saison bis zu seiner schweren Verletzung im Januar in nur 14 Spielen 11 Tore erzielt hatte. «Wir müssen bei allem vernünftig bleiben. Das geschieht immer in Absprache mit Ivan und unserer medizinischen Abteilung. Er braucht noch eine gewisse Zeit, bis er wieder der Alte ist. Diese Zeit bekommt er auch und muss sie sich auch selbst geben», sagte der 53-Jährige.
Weil auch Spielmacher Naatan Skyttä nach einer Knieverletzung wieder fit ist und Neuzugang Milos Lukovic gegen Großaspach bei seinem Debüt im FCK-Trikot gleich ein Tor erzielte, hat der Coach in der Offensive bald wieder einige Alternativen mehr. Auch Prtajin gehört dazu. Was einen möglichen Einsatz am Freitag in Heidenheim angeht, übt er sich allerdings noch in Zurückhaltung: «Nach meiner Verletzung ist für mich jeder einzelne Tag wichtig. Natürlich hoffe ich aber, dass es klappt.»
Personalpuzzle vor dem Topspiel
Vor dem Start in einen «heißen» Oktober – neben der Partie beim Tabellendritten Heidenheim trifft der FCK unter anderem noch auf Tabellenführer Hertha BSC und den Zweiten 1. FC Nürnberg – hat der FCK aber noch mit einigen personellen Fragezeichen zu kämpfen. Neben den Nationalspielern fehlten gegen Großaspach auch Simon Asta (Mittelhandbruch), Jan Elvedi (Hexenschuss), Jacob Rasmussen (Muskelfaserriss), David Schramm (Knöcheloperation), Mika Haas (Adduktorenprobleme), Erencan Yardimci (grippaler Infekt) und Owen Gibs (Schambeinentzündung).
Inwieweit sich das Lazarett im Verlaufe dieser Trainingswoche noch lichtet, ist nicht klar. «Wir müssen schauen, wie sich die nächsten Tage entwickeln. Ich hoffe, dass einige Jungs wieder ins Training einsteigen können und wir dann wieder mehr Optionen haben», sagte Lieberknecht.
© dpa-infocom, dpa:261005-930-790690/1









