Badeunfälle Ein Toter, ein Vermisster: Leichtsinnige bringen sich angesichts des trügerischen Niedrigwassers in Lebensgefahr
Oft unterschätzt: Darum ist die Mosel derzeit so gefährlich

In Zeltingen-Rachtig suchen Feuerwehrleute mit ihrem Boot nach einem in der Mosel untergegangenen 17-jährigen Jungen – bislang jedoch ohne Erfolg, er bleibt verschwunden.

dpa

Rheinland-Pfalz. Dienstag: Ein 17-Jähriger planscht bei Zeltingen-Rachtig mit einem Freund in der Mosel, plötzlich geht er unter, wird seitdem vermisst – sein Schicksal ist unklar. Montag: Ein 17-jähriger geistig beeinträchtigter Junge steigt in Trier in die Mosel. Er kommt aus eigener Kraft nicht an Land – die Polizei rettet ihn in letzter Sekunde. Sonntag: Ein 19-Jähriger will in Trier die Mosel durchschwimmen, er geht unter, wird vermisst. Dienstag wird seine Leiche gefunden. Ein Toter, ein Vermisster, ein soeben noch Geretteter – das ist die Bilanz des Badens in der Mosel der vergangenen vier Tage. Und das bei einem Fluss, der auf den ersten Blick so ruhig aussieht. Warum ist die Mosel so gefährlich?

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„Weil sie oft unterschätzt wird“, sagt Marco Vogt, Pressesprecher des Landesverbandes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Ganz prinzipiell ist die Mosel nicht gefährlicher als andere Flüsse, das Risiko im Rhein mit seinem viel stärkeren Schiffsverkehr ist größer.

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