Naturschutz
Nationalpark Hunsrück-Hochwald schon zu 66 Prozent wild
Deutschlands Jüngster: Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Der Nationalpark wurde vor elf Jahre eröffnet (Archivbild)
Thomas Frey. DPA

Elf Jahre ist es her, dass der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eröffnet wurde. In immer mehr Bereichen heißt es: die Natur Natur sein lassen. Warum wird dies getan?

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Börfink (dpa/lrs) – Die Wildnis im Nationalpark Hunsrück-Hochwald breitet sich schneller aus als erwartet: Dieses Jahr erreichen die Wildnisbereiche bereits 66 Prozent der Nationalparkfläche, wie die Nationalparkverwaltung mitteilte. In diesen Teilen wird der Natur freien Lauf gelassen – um zu sehen, wie Pflanzen und Tiere sich entwickeln – ohne menschliche Eingriffe.

Als der Park vor elf Jahren eröffnet wurde, lag der Wildnisbereich des 10.000 Hektar großen Geländes bei 25 Prozent. Erklärtes Ziel war damals, im Jahr 2045 mindestens 75 Prozent wilde Natur zu haben. Das werde nun deutlich früher passieren, hieß es. Der Nationalpark liegt zu 90 Prozent in Rheinland-Pfalz und zu 10 Prozent im Saarland.

Das Ausweiten der Wildnisbereiche auf 66 Prozent markiere einen wichtigen Meilenstein. «Durch die Dynamik könnte die Vielfalt an Arten und Lebensräumen im Gebiet größer werden», sagte der Leiter der Abteilung für Forschung, Biotop- und Wildtiermanagement in der Nationalparkverwaltung, Martin Mörsdorf. «Für die Forschung ist das eine Riesenchance.»

Bedingungen des Klimawandels

Diese Flächen seien keine Verlustflächen, sondern Entwicklungsräume, erläuterte der Leiter des Nationalparkamts, Harald Egidi. «Hier können wir beobachten, welche Selbstheilungskräfte die Natur entfaltet und welche Baumarten, Strukturen und Lebensgemeinschaften sich unter den Bedingungen des Klimawandels durchsetzen.»

© dpa-infocom, dpa:260522-930-116588/1

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