Debatte um Personalie
Nach Hering-Rückzug – Lotto bekommt keinen zweiten Chef
Lotto Rheinland-Pfalz
CDU und SPD haben sich darauf geeinigt, dass es - anders als ursprünglich vereinbart - bei einem Chefposten bei Lotto Rheinland-Pfalz bleiben soll. (Archivfoto)
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Der Ex-Landtagspräsident sollte zweiter Geschäftsführer bei Lotto Rheinland-Pfalz werden. Nach Kritik nimmt er das Angebot nicht an. Wie aus politischen Kreisen verlautet, bleibt es bei einem Chef.

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Mainz/Koblenz (dpa/lrs) – Anders als ursprünglich vorgesehen soll Lotto Rheinland-Pfalz nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nun doch keinen zweiten Geschäftsführer bekommen. Darauf haben sich demnach die seit Kurzem im Land gemeinsam regierenden Parteien CDU und SPD geeinigt. Sie vereinbarten den Informationen zufolge, dass bei der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats der Lottogesellschaft kein zweiter Geschäftsführer berufen wird.

Diesen neuen Posten sollte eigentlich der frühere und langjährige Landtagspräsident Hendrik Hering von der SPD bekommen. Damit hätte er künftig eine Doppelspitze mit dem langjährigen CDU-Fraktionschef Christian Baldauf gebildet, der als Nachfolger des Ende Mai ausscheidenden bisherigen Chefs der Lottogesellschaft, Jürgen Häfner, vorgesehen ist.

Die geplante Schaffung eines zweiten Chefpostens bei der Lottogesellschaft, deren Hauptgesellschafter das Land Rheinland-Pfalz ist, hatte für heftige Kritik gesorgt. Hering entschied sich schließlich dazu, das Angebot nicht anzunehmen. «Es war ein Fehler von mir, dass ich diese Möglichkeit in Betracht gezogen habe», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Die Annahme eines solchen Postens würde bei vielen den Eindruck hinterlassen, es gehe um hochdotiertes „Postengeschachere“.»

© dpa-infocom, dpa:260522-930-118152/1

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