Berlin (dpa/lrs) – Mehr Schäden, höhere Versicherungskosten: In Rheinland-Pfalz liegt Ludwigshafen an der Spitze der aktualisierten Kfz-Schadenbilanz der deutschen Autoversicherer. Dort müssen Autofahrerinnen und Autofahrer für Kfz-Haftpflichtversicherungen mehr zahlen als anderswo im Land. Am unteren Ende des Rankings liegt nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der Kreis Cochem-Zell.
Die Häufigkeit von Unfällen und Pannen unterscheidet sich regional stark. Daher richtet sich der Preis von Kfz-Policen nicht nur nach dem Automodell, sondern auch nach dem Wohnort. Der GDV aktualisiert die Regionalklassen jedes Jahr. In der Kfz-Haftpflicht gibt es 12 Regionalklassen – je höher, desto schlechter.
Ludwigshafen weist den Angaben zufolge für 2027 die Regionalklasse 10 auf und damit landesweit mit Abstand die höchste. Die Schadensklasse 1 haben neben dem Cochem-Zell noch die Zulassungsbezirke Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Bitburg-Prüm, Daun, Idar-Oberstein sowie Kusel.
Größe der Stadt nicht unbedingt entscheidend
Insgesamt ergeben sich in Rheinland-Pfalz laut GDV höhere Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung für ungefähr ein Fünftel der rund 2,3 Millionen Autofahrenden. Niedrigere Klassen sind es hingegen für rund 12 Prozent der Versicherten. Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht kommt nur für Schäden auf, die Autofahrer an anderer Menschen Eigentum und/oder Gesundheit anrichten.
Großstädte schneiden nach Angaben von GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen häufig schlechter ab als ländliche Regionen. Allerdings gibt es keinen linearen Zusammenhang von Einwohnerzahl und Autoschäden. Die größte Stadt von Rheinland-Pfalz, die Landeshauptstadt Mainz, hat beispielsweise die Regionalklasse 7.
In der Kaskoversicherung ergeben sich für Rheinland-Pfalz in sieben Bezirken für die Vollkasko- und in fünf Bezirken der Teilkaskoversicherung bessere Einstufungen. In vier Bezirken ergibt sich hingegen eine höhere Einstufung. Für mehr als 80 Prozent der rund 2,1 Millionen Kaskoversicherten bleibt es bei den Regionalklassen des Vorjahres.
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