Am 9. April 2020 wurden im Mönchengladbacher Borussia-Park fotografische Fan-Doppelgänger aufgestellt: Wer die Corona-Zeit erlebt hat, erkennt darin einen Ersatz für das ausgesperrte Publikum. Ohne dieses Wissen könnten die „Pappkameraden“ wie eine kuriose Fanaktion wirken. Rolf Vennenbernd. picture alliance/dpa
Bilder bewahren, was längst vergangen ist. Ihre Bedeutung aber bleibt in Bewegung. Unser Gastautor Michael Jäckel fragt, wie Fotografien unseren Blick lenken und weshalb wir auf denselben Aufnahmen immer wieder anderes entdecken.
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Es gibt Medien für die Bewegung und Medien für den Moment. In seinem Roman „I Saw a Man“ beschreibt Owen Sheers, was im Zuge des Fotografierens geschieht. Aus der Sicht des Fotografen sei mit der Aufnahme alles erzählt. Aber für alle, die zukünftig einen Blick darauf werfen, fange die Geschichte erst an: „Von da an existiert es, ist es in der Welt, unabhängig vom Betrachter.