Die Loreley als NS-Feierstätte: Links die in den 1930er-Jahren errichtete Thingstätte, rechts der monumentale Reichsadler mit Hakenkreuz, der zur nationalsozialistischen Ausstattung der Anlage gehörte. Nach 1945 wurden die NS-Symbole entfernt. Otto Conrad/Landeshauptarchiv Koblenz, Elisabeth Hoffmann/Kreismedienzentrum Rhein-Lahn
Wer die NS-Jahre auslässt, macht die Geschichte der Spielstätte nicht schöner, sondern ärmer: Bevor hier Genesis und die großen Rockstars spielten, sollte die Bühne einem ganz anderen Zweck dienen.
Lesezeit 4 Minuten
So klingt die Geschichte zu Hundert Prozent harmlos: „Auf der Loreley wurde im Jahre 1932 der Bau der Freilichtbühne begonnen, eingeweiht wurde sie im Juni 1939“, heißt es auf der Internetseite der Loreley Touristik. Zunächst habe der Schwerpunkt bei klassischen Theaterstücken von Schiller, Goethe oder Shakespeare gelegen.