Millionenbetrug
Gut 16.000 Anleger um Millionen betrogen?
Landgericht Saarbrücken
Ein Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe hat begonnen. (Symbolbild)
Oliver Dietze. DPA

Den Kunden soll ein sogenanntes Schneeballsystem zum Verhängnis geworden sein. Jetzt stehen die mutmaßlichen Anlagebetrüger vor Gericht.

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Saarbrücken (dpa/lrs) – Sie sollen mehr als 16.000 Anleger mit falschen Versprechungen um Millionen geprellt haben: Vor dem Landgericht Saarbrücken müssen sich nun fünf Angeklagte unter anderem wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs verantworten.

Die drei Männer und zwei Frauen sollen ein sogenanntes Schneeballsystem betrieben haben, bei dem sie mit dem Versprechen einer hohen Rendite gut 21 Millionen Euro von mehr als 16.000 Anlegern eingesammelt haben sollen.

Die fünf Beschuldigten sind nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen 43 und 77 Jahren alt und stammen aus dem Saarland, Hessen und aus Baden-Württemberg. Zu den Taten soll es zwischen Mai 2021 und Mai 2025 gekommen sein.

Gelder für eigene Zwecke verwendet

Die Angeklagten sollen Firmen und Konten im In- und Ausland genutzt haben, um die Gelder zu vereinnahmen und weiterzuleiten. Die Gelder seien aber nicht investiert worden: Die Angeklagten nutzen sie zur Auszahlung früherer Anleger, um den Anschein eines Anlagesystems aufrechtzuerhalten – und für eigene Zwecke, so die Anklage.

In dem Fall hatten 2025 mehr als 190 Beamte in sieben Bundesländern 25 Objekte durchsucht, darunter zwölf im Saarland. Die Ermittlungen richteten sich damals gegen 19 Beschuldigte. Bei dem Zugriff waren fünf Haftbefehle vollstreckt worden. Der Prozess ist bis Ende Januar 2027 terminiert.

© dpa-infocom, dpa:260915-930-686997/1

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