„Kein Wein“ als Alternative?
Genuss ohne Promille macht erfinderisch
Kristine Bäder und René Harth haben in Folge sechs von "Kork & Schrauber", dem Weinpodcast der Rhein-Zeitung, Wolfgang Schäfer (
Kristine Bäder und René Harth haben in Folge sechs von "Kork & Schrauber", dem Weinpodcast der Rhein-Zeitung, Wolfgang Schäfer (Mitte) zu Gast.
Christian Mack

Der Weinbauingenieur Wolfgang Schäfer hat ein innovatives Getränk aus Weinblättern entwickelt. „Kein Wein“ ist kein Ersatzprodukt, sondern ein eigenständiges Getränk ohne Alkohol. Im Podcast „Kork & Schrauber“ spricht er über seine Idee. 

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Ein alkoholfreies Getränk von der Rebe – aber kein entalkoholisierter Wein: Mit seinem Produkt „Kein Wein“ verfolgt der Oenologe Wolfgang Schäfer einen eigenständigen Ansatz im wachsenden Markt alkoholfreier Alternativen. In der neuen Folge von „Kork & Schrauber“, dem Weinpodcast der Rhein-Zeitung, spricht der Weinbauberater darüber, wie die Idee entstand, welche Rolle seine Arbeit in tropischen Anbaugebieten spielt – und warum das Konzept auch für Winzer wirtschaftlich interessant sein kann.

Die Nachfrage nach alkoholfreien Weinen steigt seit Jahren. Gleichzeitig bleibt die Frage, inwieweit diese Produkte geschmacklich mit klassischen Weinen mithalten können. Beim Entalkoholisieren gehen häufig Aromen verloren oder verändern sich deutlich. Parallel dazu entwickelt sich eine neue Kategorie sogenannter Proxy-Getränke: Sie orientieren sich am sensorischen Erlebnis von Wein, verstehen sich jedoch bewusst als eigenständige Produkte.

Das Etikett von "Kein Wein".
Das Etikett von "Kein Wein".
Christian Mack. Rhein-Zeitung

Genau hier setzt Schäfer an. Inspiriert von seiner Tätigkeit in tropischen Regionen, in denen andere Voraussetzungen für den Weinbau gelten, hat er ein Getränk entwickelt, das nicht auf Trauben, sondern auf Weinblättern basiert. „Ein alkoholfreies Getränk von der Rebe“, beschreibt er seinen Ansatz. Für die Herstellung werden große Mengen an Blättern verarbeitet, aus denen in einem mehrstufigen Verfahren Aromastoffe extrahiert werden. „Bei der Vergärung entsteht dabei kaum Alkohol“, erläutert Schäfer im Gespräch mit den Hosts Kristine Bäder und René Harth.

Die Produktionsmengen sind derzeit noch begrenzt, doch die Perspektiven sind klar: Neben einer stillen weißen Variante sind auch eine perlende Version sowie ein Rosé geplant. Zugleich könnte das Konzept neue wirtschaftliche Impulse setzen. Die Nutzung von Weinblättern eröffnet zusätzliche Einnahmequellen – gerade für Betriebe, die ihre Wertschöpfung erweitern wollen. Das gesamte Gespräch ist ab sofort im Podcast „Kork & Schrauber“ zu hören.

Kork & Schrauber

Folge 1, 25. April: Zur Lage des Deutschen Weins – Steffen Schindler

Folge 2, 9. Mai: Aufsteiger am Mittelrhein – Christina Muders vom Weingut Fetz

Folge 3, 23. Mai: Wein, Kirche und Kellergeheimnisse – die Bischöflichen Weingüter Trier

Folge 4, 6. Juni: Deutscher Freundeskreis der Weinetiketten-Sammler – Prof. Euler

Folge 5, 20. Juni: Gelebte Nachhaltigkeit im Weinbau – Sonja Ostermayer

Folge 6, 4. Juli: Kein Wein – Alternative zum entalkoholisierten Wein – Wolfgang Schäfer

Folge 7, 18. Juli: Neu an der Saar – Peter Thehlen, Weinmanufaktur Petershof

Folge 8, 1. August: Neuerfindung nach der Katastrophe an der Ahr – Oliver Swiatek

Folge 9, 15. August: Anarchistischer Wein – Florian Weingart

Folge 10, 29. August: Renommee von der Nahe Stefan Rumpf vom Weingut Kruger-Rumpf

Alle Folgen gibt es unter www.rhein-zeitung.de/korkschrauber

Ressort und Schlagwörter

Rheinland-PfalzWeinbau

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