Podcast über Tod und Trauer
„Auf uns muss man keine Rücksicht nehmen“
Im Podcast "überLeben" geben Bianca Schott (v.l.), Dirk Griesel und Jutta Jellinek Einblick in die Arbeit der PalliaKids und des
Im Podcast "überLeben" geben Bianca Schott (v.l.), Dirk Griesel und Jutta Jellinek Einblick in die Arbeit der PalliaKids und des Kinder- und Jugendhospizes in Koblenz.
Nina Borowski

Die Teams der PalliaKids und des ambulanten Koblenzer Kinder- und Jugendhospizes arbeiten oft Hand in Hand. Sie begleiten nicht nur schwerkranke Kinder, sondern die ganze Familie. Im Podcast geben sie Einblick in ihre Arbeit.

Lesezeit 2 Minuten

Wie geht man als Eltern, als Familie damit um, wenn ein Kind schwer krank ist und keine Aussicht auf Heilung besteht? Wie bereitet man sich auf das Lebensende eines noch jungen Lebens vor? Diese Fragen beantworten die Teams der PalliaKids und des ambulanten Kinder-und Jugendhospizes in Koblenz. Vielmehr beantworten sie diese Fragen nicht nur, sie begleiten die Familien auf diesem schweren Weg. In einer neuen Podcastfolge von „überLeben“, dem Podcast über Tod und Trauer, sprechen Bianca Schott, Jutta Jellinek und Dirk Griesel mit Nina Borowski über ihre Arbeit. Das Team der PalliaKids ist für die medizinische Versorgung der Kinder zuständig. „Wir wollen möglichst Krankenhausaufenthalte vermeiden“, sagt Bianca Schott, die pflegerische Leiterin der PalliaKids und ergänzt: „Unsere Arbeit endet mit dem Versterben des Patienten.“ Oft arbeitet das Team der PalliaKids mit dem Kinder- und Jugendhospiz zusammen. Jutta Jellinek und Dirk Griesel sind hauptamtliche Mitarbeiter. Sie und das gesamte Team sind für die psychosoziale Begleitung an der Seite der Familien. „Wir sprechen mit Familienangehörigen, wir informieren in der Schule, etc.“, sagt Jutta Jellinek. Ihre Arbeit kann über den Tod hinaus gehen. „Wir organisieren zum Beispiel Mütter- oder Väterstammtische“, sagt Dirk Griesel und ergänzt: „Viele Eltern kommen auch nach dem Versterben des Kindes noch. Weil sie dort auf Gleichgesinnte treffen und nichts erklären müssen.“

So haben sie zum Beispiel ein besonderes Auge auf Geschwisterkinder. „Auf uns muss man keine Rücksicht nehmen. Uns kann man alles fragen“, betont Griesel. Für die gelernte Kinderkrankenschwester Bianca Schott war irgendwann klar, dass sie mehr Zeit für ihre Patienten haben möchte: „Wenn ich heute zu Familien fahre, bleibe ich so lange, wie es nötig ist. Ohne auf die Uhr zu schauen.“ Das geht auch Jellinek und Griesel so bei ihrer Arbeit. Das ganze Gespräch und weitere Einblicke in die Arbeit gibt es ab sofort im Podcast. Jetzt reinhören!

„überLeben“-Staffel zwei – Die Folgen

Jeden Freitag erscheint eine neue Folge.

- Folge 7: „Es wird nie mehr ein Tag so sein wie der davor“ – Bruder Stephan Oppermann (4. September)

- Folge 8: „ Das ist das Härteste, was man erleben kann “ – Christa Albrecht (11. September)

- Folge 9: „Trauer ist Höchstleistung für den Körper“ – Christina Gippert (18. September)

- Folge 10: „Meine Tochter hat viel geheilt“ – Vera Zens (25. September)

- Folge 11: „Auf uns muss man keine Rücksicht nehmen“ – Bianca Schott, Dirk Griesel, Jutta Jellinek (2. Oktober)

- Folge 12: „Wir haben nie nach dem ’warum’ gefragt“ – Maike Vogt (9. Oktober)

- Folge 13: „Ich bin bei mir angekommen“ – Ina Rohlandt (16. Oktober)

Alle Folgen gibt es unter www.ku-rz.de/ueberleben

Ressort und Schlagwörter

Rheinland-PfalzSoziales

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