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    KoblenzTag der Computervisualistik an der Uni Koblenz: Studenten erschaffen virtuelle Welten

    Wer mit einem Abschluss in Computervisualistik die Universität Koblenz verlässt, kann sich seinen Job quasi aussuchen. „Unsere Absolventen sind gefragt wie nie“, sagt Dr. Stefan Müller, Professor für Computergrafik. Aus ganz Deutschland kommen junge Leute an den Campus Koblenz, um Computervisualistik zu studieren. Außer hier kann man das Fach nur in Magdeburg belegen.

    Eines der Projekte der Koblenzer Computervisualistik-Studenten: Das Smartphone wird zum Controller für ein Videospiel, in diesem Fall als digitale Zwille.
    Eines der Projekte der Koblenzer Computervisualistik-Studenten: Das Smartphone wird zum Controller für ein Videospiel, in diesem Fall als digitale Zwille.
    Foto: Uni Koblenz

    Koblenz - Wer mit einem Abschluss in Computervisualistik die Universität Koblenz verlässt, kann sich seinen Job quasi aussuchen. „Unsere Absolventen sind gefragt wie nie“, sagt Dr. Stefan Müller, Professor für Computergrafik. Aus ganz Deutschland kommen junge Leute an den Campus Koblenz, um Computervisualistik zu studieren. Außer hier kann man das Fach nur in Magdeburg belegen.

    Die Kenntnisse der Bachelor- und Masterabsolventen sind in den unterschiedlichsten Branchen gefragt: Viele gehen in den Maschinenbau, andere in die Spieleindustrie, manche zu Weltkonzernen wie Microsoft oder Google. In fast jeder großen Firma sitzen Absolventen, sagt Müller. Und einige von ihnen gründen gleich ein eigenes Unternehmen. Bekanntestes Beispiel: das soziale Netzwerk Wer-kennt-wen. Doch mit 40 Prozent bleiben die meisten erst einmal in der Forschung: Ob in der Robotik oder der medizinischen Technik, es gibt unendlich viele neue Technologien, die die Computervisualisten weiterentwickeln können.

    Seit zwölf Jahren wird der Studiengang im Fachbereich Informatik angeboten. „Der Zulauf ist konstant, etwa 80 bis 100 Studierende fangen pro Jahr an“, sagt Müller. Und: „Computervisualistik ist der Informatikstudiengang mit der höchsten Frauenquote.“ Das führt er darauf zurück, dass die Themen weniger trocken sind und ein Computerspiel oder ein Roboter allemal spannender ist als eine Datenbank. „Bei uns gibt es am Ende ein Bild. Etwas, das man zeigen kann“, erklärt der Professor den Reiz seines Fachgebiets.

    Im Vordergrund stehen das Visuelle und der Computer, sagt er, betont aber auch, dass es sich um einen Informatik- und keinen Designstudiengang handelt. Bilderzeugung, Bildgestaltung und Bildverarbeitung mittels des Computers stehen im Mittelpunkt. Die Studenten lernen, wie sie mit neuesten Methoden am Computer Bilder und Grafiken erstellen, auswerten und in komplexe Anwendungen einbinden können. Im Studium, durch Praktika und Projekte setzen sie eigene Schwerpunkte.

    Ein wichtiges Anwendungsgebiet ist die Medizin, wo mithilfe ständig verbesserter digitaler Bilder bei Verfahren wie Röntgen, MRT und CT der Körper untersucht und vor allem Krankheiten diagnostiziert werden können. Aber auch Computerspiele oder Animationsfilme zu programmieren, steht auf dem Stundenplan.
    Die andere Seite seines Fachs erklärt Müller so: „Wir bringen dem Computer das Sehen bei.“ Durch die Programmierarbeit der Computervisualisten wird die Müllsortiermaschine zum Beispiel befähigt, durch eine Kamera zu „sehen“, was für Müll vor ihr liegt. Oder ein Roboter ist im Katastrophengebiet im Einsatz und kann selbstständig menschliche Opfer erkennen. Die Maschinen verfügen über künstliche Intelligenz, die die Spezialisten erschaffen.
    Leute, die so etwas können, sind gefragt. Das zeigte sich jetzt auch bei den Vorbereitungen auf den morgigen Tag der Computervisualistik, erzählt Müller. Dabei wollten sich so viele Unternehmen den Studenten als mögliche Arbeitgeber präsentieren, dass das Institut aus Platzmangel fünf Anfragen ablehnen musste.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    Das Institut für Computervisualistik stellt sich am Freitag, 29. Juni 2012, beim Tag der Computervisualistik auf dem Campus Koblenz vor. Ab 14 Uhr präsentieren die Studenten im Gebäude B ihre Projekte, von denen einige auf dieser Seite vorgestellt sind. Um 16 Uhr beginnt eine Veranstaltung für Studieninteressierte. Ab 18 Uhr stellen sich Unternehmen, also potenzielle Arbeitgeber vor – und danach wird gefeiert.

    Tag der Computervisualistik: Weitere Projekte und Ideen der Koblenzer StudentenIn Deckung: So wird aus dem Handy eine digitale ZwilleNeuer Animationsfilm feiert Premiere
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