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Wiesbaden/Mainz

Rheinland-Pfalz schrumpft stark bis 2060

Trotz Zuwanderung geht die Bevölkerung in Deutschland bis 2060 deutlich zurück – vor allem im Osten, vor allem aber auch in Rheinland-Pfalz. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Wiesbaden veröffentlichte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.

Die Bevölkerungsentwickung in Rheinland-Pfalz bis 2060 sieht bei stärkerer Zuwanderung bedeutend besser aus, als sie es ohne Zuwanderung täte.
Die Bevölkerungsentwickung in Rheinland-Pfalz bis 2060 sieht bei stärkerer Zuwanderung bedeutend besser aus, als sie es ohne Zuwanderung täte.
Foto: Statistisches Bundesamt

In den Flächenländern im Westen lebten 2013 mehr als 62 Millionen Menschen. Bis Anfang der 2020er-Jahre rechnen die Statistiker noch mit einem leichten Plus von 1 bis 2 Prozent. Anschließend sinkt die Zahl der Westdeutschen – je nach Stärke der Zuwanderung – auf 53 bis 57 Millionen Menschen im Jahr 2060. Am stärksten trifft es neben Schleswig-Holstein vor allem Rheinland-Pfalz, am wenigsten Baden-Württemberg und Bayern.

In Rheinland-Pfalz leben aktuell etwa vier Millionen Menschen. 2060 werden es trotz stärkerer Zuwanderung nur noch 3,4 Millionen sein, bei schwächerer Zuwanderung nur 3,2 Millionen. Bei diesem Modell macht der Anteil der 65- bis 79-Jährigen dann 20 Prozent der Gesamtbevölkerung aus (heute 15,2 Prozent). 13,4 Prozent sind sogar 80 Jahre und älter – mehr als doppelt so viele wie heute mit 6,0 Prozent. Nur 50,7 Prozent gehören 2060 der erwerbstätigen Gruppe der 20- bis 64-Jährigen an, jetzt sind es noch 60,8 Prozent. Und nur 16 Prozent der Rheinland-Pfälzer werden in 35 Jahren jünger als 20 sein (heute 18 Prozent). Die Bevölkerungsvorausberechnung geht von einer jährlichen Geburtenrate von 1,4 Kindern pro Frau und einem Anstieg der Lebenserwartung bei der Geburt aus.

In den östlichen Bundesländern lebten 2013 12,5 Millionen Menschen. Künftig werden es nach der Berechnung immer weniger – 2060 sollen es trotz Zuwanderung nur noch etwa neun Millionen sein. Am stärksten geht die Bevölkerungszahl in Sachsen-Anhalt zurück: um rund ein Drittel. Zugleich altert die ostdeutsche Bevölkerung besonders stark: War 2013 noch nicht einmal jeder Vierte im Rentenalter (über 64 Jahre), so wird es bereit 2030 voraussichtlich jeder Dritte sein. "Im übrigen Bundesgebiet wird der Anteil der über 64-Jährigen deutlich langsamer steigen und erst um 2060 ein vergleichbares Niveau von über 30 Prozent erreichen", stellen die Statistiker fest.

Gewinner der Bevölkerungsentwicklung werden die Stadtstaaten sein: Sie legen leicht zu – von 5,8 Millionen Menschen (2013) auf 5,9 bis 6,4 Millionen. Besonders beliebt ist Berlin, gefolgt von Hamburg. pie, dpa

Mehr Hintergründe gibt es unter ku-rz.de/grafik2060

Rheinland-Pfalz
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