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Mittelrhein

Klares Signal der DBG: Ja zur Buga 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal

Der Geschäftsführer der der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG), Jochen Sandner, lässt keinen Zweifel daran, dass das Welterbe Oberes Mittelrheintal den Zuschlag für die Buga 2031 erhält. Das sagte Sandner bei der Präsentation der Buga-Machbarkeitsstudie im Kuppelsaal der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Wenn sich das Tal für eine Bewerbung entscheidet, stellt Sandner nach einer formalen Überprüfung der DBG-Kriterien den Zuschlag schon für das zweite Quartal 2018 in Aussicht.

Nun liegt es an der Entscheidung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, in dem die fünf Landkreise und 52 Kommunen auf dem 67 Kilometer langen Rheinabschnitt zwischen Koblenz und Bingen gemeinsam mit den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen zusammengeschlossen sind. Die Verbandsversammlung will die Machbarkeitsstudie am 28. November beraten und am 11. Januar beschließen. Im Falle eines positiven Votums würde die Bewerbung am 18. Januar in Berlin an die DGB übergeben.

Gesamtbudget von 108 Millionen Euro

Konkret geht es laut Studie um ein Gesamtbudget von 108 Millionen Euro. Bei angenommenen 1,8 Millionen Besuchern wird mit Einnahmen von 38,7 Millionen Euro gerechnet. Den Löwenanteil der Kosten tragen die Länder Rheinland-Pfalz (48,6 Millionen Euro) und Hessen (6,3 Millionen Euro). 14,4 Millionen Euro müssen die Kommunen beitragen. Insgesamt umfasst die Buga-Studie mit allen Gutachten etwa 500 Seiten. Die Ergebnisse wurden in einer 80-seitigen Broschüre zusammengefasst, die unter www.buga2031.blog heruntergeladen werden kann. Im Dezember wird sie unter anderem an 1300 Rats- und Magistratsmitglieder verschickt.

Freuen sich über die Machbarkeitsstudie zur Buga 2031 (von links): Joachim Hofmann-Göttig (OB Koblenz), Thomas Metz (GDKE), Jochen Sandner (DBG), Innenminister Roger Lewentz, die Landräte Frank Puchtler und Marlon Bröhr sowie Clas Scheele und Christian Rast vom Planungsteam.  Foto: Sascha Ditscher
Freuen sich über die Machbarkeitsstudie zur Buga 2031 (von links): Joachim Hofmann-Göttig (OB Koblenz), Thomas Metz (GDKE), Jochen Sandner (DBG), Innenminister Roger Lewentz, die Landräte Frank Puchtler und Marlon Bröhr sowie Clas Scheele und Christian Rast vom Planungsteam.
Foto: Sascha Ditscher

Innenminister Roger Lewentz (SPD), der vor zweieinhalb Jahren die Idee zur Buga 2031 hatte, bezeichnet diese als Jahrhundertprojekt für das Tal: „Es geht um das Leben und die Arbeit am Mittelrhein in mehr als einem halben Jahrhundert“. Es gehe auch um die touristische Wertschöpfung bis in die Mitte des 21. Jahrhunderts bei einer weltweiten Konkurrenz der Regionen. Nicht umsonst hätten das Innenministerium und die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz rund eine halbe Million Euro in die notwendigen Vorbereitungen investiert. „Das ist jetzt die Chance zur entscheidenden Weichenstellung“, appelliert Lewentz an die Mitglieder des Zweckverbandes. Ministerpräsidenten Malu Dreyer beschreibt es in der Studie so: „Die Buga wird die Attraktivität so weit erhöhen, dass wir mit den Boom-Regionen wie im Alpenvorland oder an der Ostsee locker mithalten können.“

Landräte und OB unterstützen das Projekt

Der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler (SPD), und sein Rhein-Hunsrücker Amtskollege Marlon Bröhr (CDU) werben beide als Vorsteher des Welterbe-Zweckverbandes um die Zustimmung für das Projekt. „Ich stehe voll hinter der Idee“, sagt Bröhr. Auch der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig ist mit der Buga-Konzeption zufrieden, zumal damit auch die Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein über 2026 hinaus erhalten bleiben soll: „Der Transport mit der Koblenzer Seilbahn wird als unverzichtbar herausgestellt.“ Das Finanzierungskonzept bezeichnet der OB als „fair und akzeptabel“.

Lösung für den Kran in St. Goarshausen

Im Zuge der Buga-Entwicklung hat sich bereits ein anderes Problem nahe der Loreley gelöst. Die Entwicklungsagentur wird Eigentümer des denkmalgeschützten Krans in St. Goarshausen. Diesen will die Firma Rhenus mit Unterstützung von Bundesmitteln sanieren, dann aber für einen symbolischen Betrag an die Stadt verkaufen. Dies hatte der Rat abgelehnt. Dank der EA-Initiative dürfte nun auch der Verschönerung der Verbindung vom Fähranleger bis zum Loreley-Aufgang bis zur Buga 2031 nichts im Wege stehen.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Zentrale Leitidee: Identität stärken

Laut Machbarkeitsstudie soll die Buga 2031 nicht nur Prozesse anstoßen, sondern auch Grundlagen schaffen, auf denen solche Entwicklungen gedeihen können. Als zentrale Leitlinie ist deshalb definiert, die Buga als Instrument für eine Stärkung der regionalen Identität zu nutzen. Das verbindende Element im Welterbe ist dabei der Rhein, der zukünftig nicht mehr trennend wirken, sondern genutzt werden soll, um die Menschen auf beiden Seiten zusammenzubringen.

Unter anderem sollen deshalb schwimmende Blumenhallen sowie flexible und schnelle Wassertaxis eingesetzt werden. Letztere sind auch Bestandteil eines Mobilitätsnetzes, das über die Buga hinaus wirken soll. aj

Rheinland-Pfalz
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