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    MainzJubiläum: Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie wird 100 Jahre alt

    Passend zum 100. Geburtstag bekam es ein brandneues Gebäude am westlichen Rand des Campus der Johannes-Gutenberg-Universität: das Max-Planck-Institut für Chemie. Drei Nobelpreisträger hat die Forschungsanstalt in einem Jahrhundert hervorgebracht.

    Mainz - Passend zum 100. Geburtstag bekam es ein brandneues Gebäude am westlichen Rand des Campus der Johannes-Gutenberg-Universität: das Max-Planck-Institut für Chemie. Drei Nobelpreisträger hat die Forschungsanstalt in einem Jahrhundert hervorgebracht.

    Am 23. Oktober 1912 eröffnete das Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges verließen die Forscher ihren Gründungsort und zogen unter ihrem damaligen Direktor Otto Hahn vorübergehend auf die Schwäbische Alb. 1949 wurde das Institut für Chemie dann in die Max-Planck-Gesellschaft integriert und fand in Mainz seinen neuen Standort. Seit 1959 trägt die Einrichtung den Zusatznamen Otto-Hahn-Institut.

    Das Institut betreibt wie alle anderen Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft Grundlagenforschung und hat die besonderen Fachgebiete Atmosphärenchemie, Biogeochemie, Geochemie und Kosmochemie. Im Klartext: Es widmet sich dem Verständnis der Entstehung, Entwicklung und Zukunft der Erde und ihrer Nachbarplaneten durch die Erforschung von der Lufthülle der Erde bis zu ihrem heißen Kern. Insofern sind die Forschungsfelder der Mainzer Chemiker mit Blick auf den Klimawandel und die Erderwärmung brandaktuell. Im Rahmen dieser Grundlagenforschung entwickelt und fördert das Institut zudem das Wissen und die Methoden für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen, die zum Schutz der Umwelt notwendig sind. Gerade auf dem Gebiet der Erforschung der Erd-Chemie ist das Institut international führend und anerkannt. Es setzt auf Feldstudien, Satellitenerkundungen aber auch Laborforschung, die dann mit zum Beispiel mit computergestützten Modellen Ergebnisse der Feldforschung untermauert. Das Institut nutzt zum Beispiel die Lufthansa-Maschine „Leverkusen“ die auf ihren Interkontinentalflügen regelmäßig eine Messplattform für Atmosphärenanalysen mitführt.

    Anfang 2011 waren 266 Mitarbeiter am Institut beschäftigt. Darunter 89 Wissenschaftler und 89 Nachwuchswissenschaftler. Die Zahlen schwanken immer wieder mit der Anzahl der Doktoranden. Aber auch jede Menge Techniker und Handwerker sind am Institut Mit eigenen Werkstätten, die zum Beispiel eigene Messvorrichtungen anfertigen. Und das Institut bildet für die Berufe Feinwerkmechanik und Elektronik aus.

    Die Forschungsthemen waren in den 100 Jahren mindestens so vielfältig wie ihre Forschungsstätten Der Untersuchung von Pflanzenfarbstoffen folgte 1938/39 die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn, Lise Meitner und Fritz Strassmann. Schon in den 1960er-Jahren stand das Institut durch seine Mond- und Mars-Forschung im Rampenlicht. Auch bei den aktuellen Mars-Erkundungen haben die Mainzer ihre Finger im Spiel.

    Von unserem Redakteur Jochen Dietz

    Ausgezeichnete Forschung: Die drei Nobelpreisträger vom Mainzer Institut
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