Archivierter Artikel vom 27.03.2015, 18:21 Uhr
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Zeigen, benennen oder nicht? Der mediale Irrsinn

Wie verzweifelt muss eine US-amerikanische Fernsehjournalistin sein, wenn sie sich auf der Suche nach irgendetwas Berichtenswertem bei mindestens fünf Journalisten der örtlichen Zeitung meldet und halb beschwörend, halb drohend sagt, sie werde „gefeuert“, falls sie keine neuen Informationen bekomme. So geschehen, als die Weltmedien Einzug hielten in Montabaur, dem Wohnort der Eltern jenes Co-Piloten, der im Verdacht steht, die Germanwings-Maschine absichtlich gegen eine Felswand gesteuert zu haben.

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