Archivierter Artikel vom 28.04.2010, 14:53 Uhr
Mainz

Stichwort: Funktionaler Analphabetismus

Wenn Menschen über keinerlei Lese- und Schreibkenntnisse verfügen, weil sie – wie etwa in Entwicklungsländern – nicht in der Lage sind, eine Schule zu besuchen, spricht man von primärem Analphabetismus.

Mainz – Wenn Menschen über keinerlei Lese- und Schreibkenntnisse verfügen, weil sie – wie etwa in Entwicklungsländern – nicht in der Lage sind, eine Schule zu besuchen, spricht man von primärem Analphabetismus.

In Ländern wie Deutschland ist hingegen meist von funktionalem Analphabetismus die Rede: Funktionale Analphabeten sind trotz Schulbesuchs nicht in der Lage, ihre Lese- und Schreibkenntnisse im Alltag „funktional“ einzusetzen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen unterschiedliche Kompetenzen notwendig sind. Auch unterliegt die Alphabetisierung einem zeitlichen Wandel: Genügte es vor rund 150 Jahren, seinen Namen schreiben zu können, sind die Anforderungen heute völlig andere.