Archivierter Artikel vom 01.05.2017, 16:27 Uhr
Koblenz/Niederheimbach

Projekt geht in die dritte Runde: Burgenblogger Timo Stein bezieht Burg Sooneck und Festung Ehrenbreitstein

Timo Stein ist der neue Burgenblogger 2017. Der Journalist, Jahrgang 1982, zieht an diesem Dienstag auf Burg Sooneck bei Niederheimbach ein. Von dort aus und einem zweiten Zimmer unter der Festung Ehrenbreitstein wird er sechs Monate lang aus dem Mittelrheintal berichten – im Blog unter www.burgenblogger.de.

Gekommen, um zu schreiben: Burgenblogger Timo Stein berichtet aus dem Flussabschnitt zwischen Koblenz und Bingen. Foto: Sascha Ditscher
Gekommen, um zu schreiben: Burgenblogger Timo Stein berichtet aus dem Flussabschnitt zwischen Koblenz und Bingen.
Foto: Sascha Ditscher

Stein hat Politik, Literatur und Geschichte studiert. Der gebürtige Brunsbütteler war sechs Jahre lang Redakteur bei „Cicero“, dem Magazin für politische Literatur. Er hat unter anderem als Autor für den „Tagesspiegel“, den SWR und die Magazine „11Freunde“ und „Spex“ und gearbeitet, interviewte dafür Prominente wie etwa Jan Böhmermann, Helge Schneider und Michel Houellebecq.

Rückblick 2016: Das waren
die meistgeklickten Texte des früheren Burgenbloggers Moritz Meyer

„Ich will den etwas anderen Blick auf die Region werfen, kleinere und größere Ausschnitte sammeln und nach dem Besonderen im Gewöhnlichen suchen“, sagte Stein. Den Journalisten reizt es besonders, für ein halbes Jahr von Berlin aus in die vermeintliche Provinz des Mittelrheintals umzuziehen – und insbesondere im Wahljahr 2017 die großen politischen und gesellschaftlichen Themen unserer Zeit vor Ort nah bei den Leuten zu recherchieren und zu beschreiben. Die ersten „Likes“ und Begrüßungen bekam er auf Facebook und Twitter, wo der Burgenblogger aktiv ist, denn auch nicht nur von Lesern, sondern auch von einigen Landespolitikern.

Das Logo des Burgenbloggers: eine Symbiose aus Burg, Schreibfeder und Pixeln.
Das Logo des Burgenbloggers: eine Symbiose aus Burg, Schreibfeder und Pixeln.
Foto: Ines Linke
Das Projekt Burgenblogger wurde vor zwei Jahren von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, der Generaldirektion Kulturelles Erbe und der Rhein-Zeitung entwickelt. Steins Vorgänger Jessica Schober und Moritz Meyer nahmen es jeweils in die Hand, subjektiv und unabhängig über die großen und kleinen Probleme zwischen Koblenz und Bingen zu berichten. An dem Flussabschnitt leben 170.000 Menschen – Stoff für Geschichten gibt es also genug. So führte eines der ersten Interviews, das Burgenbloggerin Schober seinerzeit veröffentlichte, zu einer Landtagsdebatte und überregionaler Berichterstattung etwa in der „Welt“ und der „FAZ“ – weil Kulturstaatssekretär Walter Schumacher (SPD) im Burgenbloggerin-Interview gesagt hatte, dass die Loreley „relativ versifft ist“. Als „Siffgate“ wurde die Äußerung im Internet stark verbreitet; heute wird die Loreley bekanntlich umgebaut und für rund 6,2 Millionen Euro aufgehübscht.

Ausgestattet ist Burgenblogger Timo Stein mit einem eigenen Dienstwagen, damit er vor Ort stets erkannt wird.

Sascha Ditscher

Unterhalb der Festung Ehrenbreitstein hat Stein ein kleines Dienstzimmer neben einer imposanten Wölbung in den Katakomben.

Marcus Schwarze

Timo Stein Stein hat Politik, Literatur und Geschichte studiert, arbeitete unter anderem für „Cicero“.

Sascha Ditscher

170.000 Menschen leben an dem Flussabschnitt zwischen Koblenz und Bingen. Da ist genügend Stoff für neue Geschichten.

Sascha Ditscher

Ausgestattet ist der Burgenblogger unter anderem mit einem eigens entsprechend beklebtem Burgenblogger-Auto, damit er überall im Tal schnell erkannt wird. Erste redaktionelle Pläne reifen schon, so will Timo Stein etwa mit der Videokamera ein „Drei Fragen an“-Format entwickeln.

  • Den ersten Bericht von Burgenblogger Timo Stein lesen Sie unter www.burgenblogger.de – und über seine Profile mit der Bezeichnung @burgenblogger auf Facebook und Twitter erfahren Sie regelmäßig, wenn es etwas neues Lesenswertes gibt. Auszüge erscheinen auch in unserer Zeitung und hier auf Rhein-Zeitung.de.

Von unserem Digitalchef Marcus Schwarze