Archivierter Artikel vom 04.07.2017, 18:36 Uhr
Enkenbach-Alsenborn

Polizei trainiert für Terrorfall

Mit einem speziellen Training und einer neuen Ausrüstung sollen Streifenpolizisten in Rheinland-Pfalz besser auf Einsätze nach Terrorangriffen vorbereitet werden. Dazu gehören das Schießtraining mit einer neuen und schwereren Schutzausrüstung, die Erstversorgung von Verletzten und eine neue Herangehensweise an den Tatort inklusive Verfolgung des Täters.

So könnte der Ernstfall aussehen: Die Polizei im Land trainiert derzeit Anti-Terroreinsätze.  Foto: dpa
So könnte der Ernstfall aussehen: Die Polizei im Land trainiert derzeit Anti-Terroreinsätze.
Foto: dpa

Die Besatzungen von Streifenwagen sind in der Regel die ersten, die nach einem Anschlag eintreffen, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) bei der Vorstellung der Einsatzkonzeption in Enkenbach-Alsenborn. Dabei hätten sie es mitunter mit Tätern zu tun, die im Krieg gewesen und an Waffen ausgebildet sind. „Das ist eine ganz andere Qualität, der muss man sich stellen.“

Das Training, das im Juni begonnen hat, geht jeweils über fünf Tage. Bis alle rund 3600 Steifenbeamten im Land ausgebildet sind, dauert es zwei Jahre sagte der Minister. Die zusätzliche Ausrüstung kostet laut Polizei etwa 3500 Euro pro Einsatzkraft. dpa