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Rheinland-Pfalz

Plötzlich entspannt sich die Lage im Nette-Gut: Plätze für drogenkranke Straftäter doch bald frei

Von Ursula Samary
Ein hoher Zaun umschließt die landesweit größte forensische Klinik Nette-Gut in Weißenthurm (Rheinland-Pfalz).
Ein hoher Zaun umschließt die landesweit größte forensische Klinik Nette-Gut in Weißenthurm (Rheinland-Pfalz). Foto: picture alliance / Thomas Frey/d

Müssen drogenkranke Verurteilte, auch gefährliche, aus der Haft entlassen werden oder sie nicht antreten, weil in der Klinik Nette-Gut, dem forensischen Komplex der Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik, kein Therapieplatz frei ist? Diese Gefahr drohte seit Ende Januar. Mehrfach führte das Justizministerium der für den Maßregelvollzug zuständigen Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) eindringlich die Folgen des Aufnahmestopps der Klinik vor Augen.

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Es sei niemandem zu vermitteln, dass wegen Kapazitätsproblemen der „Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Personen nicht (mehr) gewährleistet werden kann“, hieß es beispielsweise. Als unsere Zeitung nun fragte, ob Straftäter wegen Platznot einfach in die Freiheit spazieren können, handelte das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV). Über Nacht erfährt ...