Archivierter Artikel vom 11.03.2016, 10:13 Uhr
Rheinland-Pfalz

Nach „Wahlzeit“-Interview: AfD geht gegen Daniel Köbler vor

Grünen-Spitzenkandidat Daniel Köbler hat Ärger mit der Alternative für Deutschland (AfD). Grund ist eine Aussage, die Köbler im „Wahlzeit“-Interview mit unserer Zeitung getroffen hat.

Daniel Köbler
Der rheinland-pfälzische Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Daniel Köbler.
Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv – dpa

Er warnte dort vor einem Rechtsruck in Rheinland-Pfalz bei der Landtagswahl und sagte unter anderem: „Es gibt in der AfD Menschen, die gegen Juden hetzen und den Holocaust leugnen. Sie sind nicht ausgeschlossen worden.“

Wir haben das noch einmal zusammengefasst. Zu Gast in unserem Wahlstudio war Daniel Köbler, Fraktionschef der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz. Fragen stellten die Schüler Katharina Trierweiler und Christin Pohl vom Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach.

Posted by Rhein-Zeitung on Dienstag, 1. März 2016

Die AfD, vertreten durch eine Kölner Anwaltskanzlei, fordert Köbler nun auf, diese Aussage künftig zu unterlassen. Bis zum 18. März soll er eine entsprechende Erklärung unterzeichnen und die Anwaltskosten in Höhe von 887,03 Euro übernehmen – andernfalls drohe eine gerichtliche Auseinandersetzung. Köbler sieht dem gelassen entgegen: „Wir sammeln jetzt erst einmal entsprechende Aussagen von AfD-Mitgliedern in sozialen Netzwerken, die es definitiv gab“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Dann sehen wir weiter.“

Das komplette RZ-Interview mit Daniel Köbler zum Nachhören


ank