Archivierter Artikel vom 26.07.2021, 15:24 Uhr
Kreis Ahrweiler

Lewentz: Zahl der Vermisstenfälle im Ahrtal auf 74 reduziert

Die Zahl der Vermissten nach der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal konnte inzwischen von 149 auf 74 Fälle reduziert werden. Gelungen sei dies nach Untersuchungen der Polizei teils in Zusammenarbeit mit Kollegen in anderen Bundesländern und in Nachbarstaaten, teilte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Montag in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit.

Von dpa/lrs
Aufräumungsarbeiten werden in der Gemeinde Insul im Ahrtal fortgesetzt. Das Hochwasser der Ahr hat in dem Ort große Schäden hinterlassen.
Aufräumungsarbeiten werden in der Gemeinde Insul im Ahrtal fortgesetzt. Das Hochwasser der Ahr hat in dem Ort große Schäden hinterlassen.
Foto: dpa

Von den noch vermissten Menschen hätten 59 ihren Wohnsitz in Rheinland-Pfalz, 15 seien in anderen Bundesländern gemeldet. 16 haben laut Lewentz eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Unmittelbar nach den verheerenden Unwettern von Mitte Juli habe sich die Zahl von Hinweisen und Anfragen nach gesuchten Personen auf 5824 belaufen.

Die Zahl der Todesopfer blieb mit 132 weiter konstant. 68 Personen seien inzwischen eindeutig identifiziert worden, sagte Lewentz. Die Identifizierung der Toten sei teils eine große Herausforderung, da sie nicht mit bloßer Inaugenscheinnahme möglich sei. In vielen Fällen seien ein Zahn- und ein DNA-Abgleich notwendig.

„Wir werden weiter alles dafür tun, dass wir diese Identitäten zweifelsfrei klären können“, sagte Lewentz. Die Staatsanwaltschaften werden dann die Leichname freigeben, damit dann eine Bestattung erfolgen könne.