Rheinland-Pfalz

Geduldsprobe für Bahnfahrer: Warnstreik bremst Reisende in Rheinland-Pfalz aus

Vor dem Warnstreik bei der Bahn - Niedersachsen
Foto: Julian Stratenschulte/picture alliance/dpa

Wie schon im November steht ein Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer an. Der Schienenverkehr dürfte auch in Rheinland-Pfalz kräftig ausgebremst werden – noch dazu dürften die Straßen glatt werden.

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Pendler und Zugreisende in Rheinland-Pfalz werden seit Donnerstagabend einmal mehr von einem Warnstreik auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnunternehmen rechnen mit vielen Ausfällen am Freitag. Auch der Umstieg auf das Auto ist nicht ganz ohne, rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) doch ab Mitternacht mit gebietsweise gefrierendem Regen mit Glatteisbildung, teils bis in tiefe Lagen. Starke Einschränkungen im Straßenverkehr seien möglich.

Die Deutsche Bahn erwartete, dass sich der von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) initiierte Ausstand „massiv auf den gesamten deutschen Bahnbetrieb auswirken“ wird. Es gilt ein Notfahrplan mit stark reduziertem Angebot. Reisende können ihre für Freitag geplanten Reisen verschieben.

Regionalzüge und S-Bahnen betroffen

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hatte bekanntgegeben, dass etwa Regionalzüge und S-Bahnen betroffen seien. Auch auf der Internetseite des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) war von geringeren Takten beziehungsweise von Ausfällen auf bis nach Rheinland-Pfalz hineinreichenden S-Bahn-Linien die Rede.

Die Mittelrheinbahn, die die Regionallinie RB 26 zwischen Mainz und Köln betreibt, erwarte ebenfalls starke Einschränkungen. Einen Ersatzbusverkehr werde es nicht geben, teilte das Betreiberunternehmen Trans Regio vorab mit.

Das Bahnunternehmen Vlexx ging davon aus, dass dessen Linien nach regulärem Fahrplan fahren werden. Die Mitarbeiter seien nicht zum Warnstreik aufgerufen. Sollte Bahn-Infrastruktur bestreikt werden, sei aber auch hier mit Ausfällen und Verspätungen zu rechnen. Das gilt auch für die Linien des Bahnunternehmens Vias, das unter anderem Verbindungen von Neuwied bis Frankfurt am Main beziehungsweise Eltville bis Frankfurt betreibt.

Streik bis Freitagabend

Die GDL hatte ihre Mitglieder zu dem Warnstreik von Donnerstagabend 22 Uhr an im Personenverkehr aufgerufen, im Güterverkehr sollte er bereits am Donnerstag von 18 Uhr an losgehen. Beendet werden soll die Arbeitsniederlegung an diesem Freitagabend um 22 Uhr. Die Gewerkschaft will damit den Druck in der laufenden Tarifrunde erhöhen. red

Der Notfahrplan steht online, die Streikrufnummer ist aktiviert

Der Notfahrplan der Deutschen Bahn für den Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist inzwischen online verfügbar. „In den Auskunftsmedien auf bahn.de und in der App DB Navigator sind ab sofort alle Verbindungen des Notfahrplans abrufbar“, teilte der Konzern mit. Zudem hat die Bahn erneut eine Streikrufnummer eingerichtet. Unter 08000/996 633 können sich betroffene Fahrgäste über ihre Verbindungen informieren. dpa