Archivierter Artikel vom 04.05.2022, 17:00 Uhr
Koblenz

Einmal Rennfahrer sein? Für „Nebenan56“ haben Reporter SimRacing unter die Lupe genommen

Rund um den Erdball gibt es zahlreiche Wettbewerbe im Motorsport wie die Formel 1, die DTM, den MotoGP oder auch die Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS). Dabei haben Rennfahrer das Ziel, ihr Fahrzeug so schnell wie möglich über die Rennstrecke zu bewegen. Deutschlandweit gibt es rund acht Millionen Fans, die mehrere tausend Motorsportler anfeuern. Dabei kann sich jeder den Traum vom Rennfahrer erfüllen – im virtuellen Motorsport, dem SimRacing.

Von Maurice Brüseke

Für „Nebenan56“ haben sich unsere Reporter schlau gemacht:

SimRacing ist die Kurzform von simulated racing und bedeutet ins Deutsche übersetzt simuliertes Rennen. Darunter ist eine Kategorie im eSport zu verstehen, in der mittels einer Simulation Motorsport möglichst realistisch dargestellt wird. Dabei wird auch auf den Einsatz von Variablen (Benzinverbrauch oder Reifenabnutzung) geachtet. Sim-Racing wird von einer halben Million Menschen deutschlandweit betrieben und ist seit der Saison 2018/2019 eine offiziell anerkannte Motorsportart. Motorsportbegeisterte Menschen aus allen Ländern der Erde treten in unterschiedlichen Leistungsklassen in verschiedenen Rennsimulationen (z.B. iRacing) untereinander an.

Beim SimRacing wird der Motorsportliebhaber zum Rennfahrer, indem er in einem Simulator Platz nimmt. Darunter ist ein fest verankertes Cockpit, ausgestattet mit Lenkrad, Pedalblock und Rennsitz, zu verstehen. Auf Bildschirmen, die vor dem Simulator angebracht sind, läuft dann die Rennsimulation. Ein SimRacer kann auf verschiedenen Strecken in zahlreichen Fahrzeugen seine Fähigkeiten testen und dabei in seiner virtuellen Welt die Rennatmosphäre aufsaugen (im Video veranschaulicht). Die Vielfalt an Strecken entsteht dadurch, dass die Rennfahrer eine Community bilden und nicht vorhandene Kurse virtuell nachbauen.

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Den meisten Menschen ist bewusst, dass Motorsport mit Einstiegshürden verbunden ist. Neben der finanziellen Komponente werden im Motorsport ab einem bestimmten Leistungsniveau Lizenzen benötigt. Dadurch kann ein Rennfahrer nachweisen, dass er sowohl in der Theorie als auch in der Praxis in der Lage ist, den Motorsport aufzumischen. Denn nur die besten Piloten schaffen es in ein Cockpit eines Rennteams und können nach schweißtreibenden Stunden ihre Leidenschaft real praktizieren. Doch wer sich den Traum vom echten Rennfahrer nicht erfüllen kann, hat die Möglichkeit, als verkappter Pilot im virtuellen Motorsport, dem Sim-Racing, durchzustarten und dabei so nah wie möglich an die Realität heranzukommen.

Und diese Möglichkeit (SimRacing) kann jeder Motorsportliebhaber wahrnehmen, der sich eine der aktuell fünf auf dem Markt angebotenen Rennsimulation zulegt. Virtueller Motorsport ist zwar auch mit Kosten verbunden, jedoch ist es jedem selbst überlassen, wie viele finanzielle Mittel er in seine Leidenschaft steckt. Um erfolgreich zu sein, braucht man gute Rennzeiten, die man sich durch harte Trainingseinheiten erarbeiten kann. Und es ist sehr wichtig, regelmäßig an virtuellen Events teilzunehmen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass viele virtuelle Rennfahrer viel Geld in ihre persönliche Ausrüstung stecken.

Insgesamt zehn Full Motion Simulatoren haben in der Nürburgring eSports Bar in Koblenz ein Zuhause gefunden.
Insgesamt zehn Full Motion Simulatoren haben in der Nürburgring eSports Bar in Koblenz ein Zuhause gefunden.
Foto: Nürburgring eSports Franchise GmbH & Co. KG.

Wer vor dem Erwerb einer kostenpflichtigen Rennsimulation einfach mal in das SimRacing reinschnuppern möchte, kann dies in der Nürburgring eSports Bar am Nürburgring oder in Koblenz (neben der B9) machen. Die Bar am Nürburgring wird von der Nürburgring eSports GmbH & Co. KG betrieben, liegt im direkten Umfeld der wohl gefährlichsten Rennstrecke der Welt und wurde 2019 eröffnet. Sie dient als Anlaufstelle für Motorsportfans, Hobby-Gamer und Familien. Die 2021 in Koblenz eröffnete Bar wird von der Nürburgring eSports Franchise GmbH & Co. KG betrieben und besticht durch ihre Arena-Atmosphäre. In der Rhein-Mosel-Stadt sorgen zehn Full Motion Simulatoren der neuesten Generation für ein einzigartiges Erlebnis und maximalen Spaß.

Sebastian Fiedelak, 37 Jahre jung, ist seit dem Jahr 2020 Leiter Vertrieb und Operations bei der Nürburgring eSports GmbH & Co. KG. Diese hat die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, die VLN VV, den ADAC und die Adrenalin eSports GmbH als Gesellschafter. Wir haben uns mit Sebastian in der Nürburgring eSports Bar in Koblenz getroffen. „In Koblenz haben wir zehn festinstallierte Full Motion Simulatoren. Neben der Rennatmosphäre möchten wir den Besuchern aber auch das gemütliche Zusammensein ermöglichen. Deshalb bieten wir auch die Live-Berichterstattung weltweiter Sportereignisse an und haben darüber hinaus ein umfangreiches Angebot an Speisen und Getränken“, erzählt Fiedelak.

Sebastian Fiedelak machte im Oktober 2010 ein Langzeitpraktikum bei der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG und ist seitdem im Unternehmen.
Sebastian Fiedelak machte im Oktober 2010 ein Langzeitpraktikum bei der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG und ist seitdem im Unternehmen.
Foto: Sebastian Fiedelak

Und zahlreiche Events gibt es in der eSports Bar in Koblenz. Immer mittwochs ist Studententag. Jeden zweiten Donnerstag im Monat gibt es die Fun Racing Night. Neben fünf Rennen warten noch fünf Getränke auf die Besucher der Bar. Der Familientag, bei dem Jugendliche unter zwölf Jahren in Begleitung ihrer Eltern einen Preisnachlass auf die gemeinsamen Simulatorfahrten bekommen, ist an Sonntagen. Neben den Events gibt es auch zahlreiche Fahrpakete, die sich an alle Motorsportliebhaber wenden. Besonders beliebt sind die Pakete Green Hell und Green Hell Pro, die sich an Fans der Grünen Hölle richten.

Zu guter Letzt erzählt uns Sebastian, der ein Kind des Schuhmacher-Booms ist und schon sein Leben lang Sympathien für den realen und virtuellen Motorsport hegt, warum man SimRacing ausprobieren sollte: „Die Simulation bietet jedem verdecktem Rennfahrer in der virtuellen Welt die Möglichkeit, so nah wie möglich an die Realität ranzukommen. Virtueller Motorsport bietet zudem die Option, eine Community aufzubauen, welche für die Streckenvielfalt sorgt. Diese habe ich nur im SimRacing und nicht, wenn ich auf der Kartbahn ein paar Runden drehe. Deshalb freue ich mich, wenn Menschen mit Benzin im Blut Besucher der Sportsbar am Nürburgring oder in Koblenz werden und somit erste Schritte im Motorsport sammeln.“

Wo ist die Nürburgring eSports bar Koblenz?

Die Bar ist in der Friedrich Mohr Straße 2 (an der Bundesstraße 9) in 56070 Koblenz zu finden. Vor Ort gibt es genügend Parkplätze.

Was kann ich in der Bar machen?

Die Bar richtet sich in allererster Linie an sportaffine Menschen, die ein Faible für Motorsport haben oder sich gerne als Rennfahrer versuchen möchten. Darüber hinaus bietet die Sportsbar auch das gesellige Zusammensein bei leckeren Cocktails und kleinen Snacks. Und, wie üblich für eine Sportsbar, kann auch jede Menge Livesport aus aller Welt verfolgt werden.

Gibt es regelmäßige Events?

Ja, es gibt insgesamt fünf Events, die sich wiederholen. Mittwochs ist Studententag. Jeden zweiten Donnerstag im Monat ist die Fun Racing Night, jeden vierten Donnerstag ist der Crazy Thursday. An Freitagen gibt es eine Cocktail Happy Hour und wöchentlich sonntags ist Familientag.

Wie erhalte ich weitere Informationen?

Telefon: 0261/98352050

E-Mail: Hello@nuerburgring-esports.com

Website: www.nuerburgring-esports.com